Ein Weihnachtsmarkt wie ein großes Büfett

Ein Weihnachtsmarkt wie ein großes Büfett

Am Wochenende fand der Weihnachtsmarkt in Gersheim statt, und viele Vereine haben mitgemacht. Gut beraten waren die, die viel Hunger mitgebracht hatten. An den Büdchen gab es die große Qual der Wahl.

Rund um den historischen Bahnhof hatten sich sieben Vereine und weitere Anbieter mit ihren Häuschen postiert, boten die Kulisse zum sechsten Gersheimer Weihnachtsmarkt. Erstmals dabei war der Kleintierzuchtverein Reinheim. Während sich der große Schinken drehte, wurden beim "Schneehasen" Jagertee, Heidelbeerglühwein, aber auch Plätzchen und italienischer Rotwein verkauft.

Zu den "Gründungsmitglieder" des vom Wirte-Ehepaar des Bahnhofes, Petra und Sascha Muth, organisierten Marktes gehören die Landfrauen. Zu ihrem bisherigen Sortiment um Waffelvariationen fügten sie Apfelpunsch dazu. Flammkuchen, Pizza und heißer Hugo waren die Angebote der Jugendwehr Gersheim . Im Fußball vereint, "kämpften" der SV Gersheim und der SV Niedergailbach während der beiden Öffnungstage getrennt um die Gunst der Besucher. Ingwer Rum, warmer Amaretto oder Sportler-Steak waren bei den Gersheimern, Dreyberg Likör, Tequila Zimt bei den Niedergailbachern zu haben.

Marie Rauch, die zum zweiten Mal mit dabei war, hatte Mistelzweige und wieder ihre Schäfchen zum Streicheln mitgebracht. Zum dritten Mal boten die Reinheimerinnen Mona Schwarz und Katrin Braun selbst hergestellte Baguettes mit Kräuter- oder Knobibutter an. Beim Stand der Gemeinschaftsschule war viel Selbstgebasteltes zu haben. Dazu zählten Vogelhäuschen oder Holzfiguren, aber auch Schneemänner oder gestrickte Wollwaren.

Die "Kolbenfresser " waren wie in den Jahren zuvor der Renner am Stand des Motorrad-Clubs Bliestal-Biker. Dass der Nikolaus zum Weihnachtsmarkt gehört, ist eine der Selbstverständlichkeiten. Auch diesmal war wieder ein "pfälzischer" Weihnachtsmann unterwegs und verteilte fleißig Geschenke. Roger Drönner verbarg sich hinter dem weißen Bart, seine Frau Theresia unterstützte ihn bei seiner Arbeit.

In ihrer Holzhütte verkaufte die Rubenheimerin Maria Drönner gemeinsam mit Steffi Eiswirth aus Bliesdalheim und Aashika Dangal, die aus Nepal stammt, fleißig Lose. Am Dach hing das Schild "Jedes Los gewinnt". In vier Wochen hatte Maria Drönner gemeinsam mit ihrem Helfer Dennis Heidrich rund 900 Preise zusammengetragen. "Ich freue mich immer über die großartige Hilfe meiner Arbeitskollegen der Firma Hager", so die Initiatorin. Zum vierten Mal war sie für einen guten Zweck, den Blieskasteler Schutzengelverein, unterwegs. Der Verkauf erbrachte 1521 Euro. Auch Kaspar, Seppel und Räuber Kalle, zum dritten Mal von Klaus Gries im Kasperltheaterstück "Seppel und die Weihnachtsplätzchen" in Szene gesetzt, erfreuten sich großer Beliebtheit.