Ein voller Erfolg: die Zeltkirmes in NIedergailbach

Zeltkirb : Weißwurst-Essen, Maß-Stemmen und Nagelhacken

Urig ging’s zu bei der Niedergailbacher Zeltkirb. Unverkennbar war mal wieder das bayerische Flair im Festgeschehen.

Bei der Gälbacher Zeltkirb absolvierte Ortsvorsteher Martin Vogelgesang gemeinsam mit der früheren Karlsberg-Bierkönigin Marie-Christin I. erfolgreich den Fassbieranstich. Danach begann die bayerische Olympiade, moderiert von Herbert Buhr. Schnell hatten sich drei Teilnehmer gefunden, die sich in den Disziplinen Weißwurstessen, Maß-Stemmen und Nagelhacken messen konnten. Sieger wurde Clemens Buck aus Walsheim, der ein Grillpaket gewann. Zweiter wurde Nils Erhardt, Dritter Jonas Hess, beide aus Niedergailbach. Sie wählten aus einer Tagesfahrt nach Wahl und einer Zwei-Tagesfahrt nach Paris.

Viele hatten zum Zeltkirb-Auftakt ihr Oktoberfestkostüm ausgepackt und bereicherten so den Abend. Dazu sorgten die Laabtaler Musikanten für den richtigen Ton. Zwischendurch hatte die 15-köpfige Straußgesellschaft die Kirb ausgegraben, den Strauß eingeweiht. Mit ihm und den Gälbacher Musikanten brachten sie die Kirb in jedes Haus. Die Partyband „Favorits“ heizte im Übrigen mächtig ein. So fand sich manches Pärchen auf der Tanzbühne wieder. Der dreijährige Tim Maurer zog die Glückslose bei der traditionellen Verlosung. So gewann Christine Oberinger die vom Ortsvorsteher gestiftete Fahrt nach Amsterdam.

Den sonntäglichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Bruder Klaus umrahmten die St. Martin Singers unter der Leitung von Christina Weyers. Anschließend spielte die Musikkapelle Aßweiler mit ihrem Dirigenten Klaus Anna zum Frühschoppen auf. Für die kleinen Besucher, die sich auch über den Vergnügungspark mit Karussell freuten, gab es ein Puppentheater mit Viola plus Wunderkoffer. Ob am Weizenbierstand, in der Cocktailbar oder einfach am Tresen, die 52. Gälbacher Zeltkirb hat von ihrer urigen Atmosphäre nichts verloren, sodass viele Gäste auch von weit her kamen. Mit zur ausgelassenen Stimmung trugen die Büddenbacher bei, die mit Partykrachern begeisterte. Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Zelt am letzten Tag. Küchenchef Günter Oberinger hatte mit seinem Team fast 1000 Portionen „Lewwerknepp mit Kraud“ vorbereitet, die auch reißenden Absatz fanden. Zum „Gälbacher Kirwe-Esse“ lieferten die Ensheimer Waldhaus-Musikanten (Leitung: Peter Hinschberger) die passenden Töne.

Unter anderen auch Landtagspräsident Stephan Toscani fand lobende Worte für die gute Organisation und Atmosphäre im Festzelt. Beim Schafskopfturnier, seit vielen Jahren von Lothar Wyniarskyj organisiert und geleitet, gingen 16 Teilnehmer auf Punktejagd. Am Ende hatte Walter Motsch aus Reinheim mit 3440 die meisten gesammelt. Unterm Strich zog Ortsvorsteher Vogelgesang eine durchweg positive Bilanz der Kirb. Rund 250 Helfer aus allen Vereinen der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft und dem kompletten Dorf hatten mit Hand angelegt und zeigten damit eindrucksvoll, dass das Dorf-Fest auf einem breitem Fundament steht.

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