Bockbier: Ein Sondersud fürs Walsheimer Bockbierfest

Bockbier : Ein Sondersud fürs Walsheimer Bockbierfest

Der dunkle Gerstensaft kam bei den Gästen wieder gut an: Mit der Feierlichkeit waren die Organisatoren ebenfalls sehr zufrieden.

Zum fünften Mal floss heimisches Dunkelbier aus den Zapfhähnen im historischen Brauereikeller. Die Privatbrauerei „Zum Sudhaus“ der Familie Raffel präsentierte dies bei ihrem Bockbierfest, für das Braumeister Stefan Raffel einen Sondersud gestartet hatte. Darüber freuten sich Gäste, die auch dem Fassbieranstich des stellvertretenden Ortsvorstehers Michael Clivot beiwohnten. Der Dorfpolitiker und Vorsitzende des Walsheimer Vereins für Brauerei- und Dorfgeschichte betonte, dass es zu begrüßen sei, den Keller, dem letzten Relikt der 1848 gegründeten Walsheim-Brauerei, für Feste zu nutzen. Derweil stimmten die Musikanten der böhmisch-bayerischen Kapelle „Die Hofgassler“ ihre Instrumente.

Ihr Chef Klaus Dejon freute sich nach dem Auftritt beim Walsheimer Spätsommer wieder unter den Kreuzgewölben auftreten zu können. Auch sei man mit dem Walsheimer Brauern eng verbunden, braue man selbst das Hofgassler Helle. Ob Löttchen-Polka, böhmischer Traum, der saarländischen Bergmannshymne „Glück auf der Steiger kommt“, mit allen Titeln trafen die zwölf erfahrenen Musiker den Nerv des Publikums. Mit ihrem Markenzeichen, dem authentischen Klang und Blasmusik in feinster Ernst-Mosch-Manier, begeisterten sie, zumal durch die originelle Besetzung alle Titel und Melodien auf die ganz eigene hofgassler‘sche Art interpretiert wurden. Zum Abschluss des Reigens ihrer 30 Auftritte des Jahres wird die Kapelle, die im kommenden Jahr zu einer Konzertreise ins Salzburger Land aufbrechen wird, am Sonntag, 10. Dezember, ab 18 Uhr im Haus Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben mit einem Weihnachtskonzert zu hören sein. Raffel, der mit seinem zumeist aus Familienangehörigen bestehenden Team auch die beliebte, mit Gerstensaft als Zutat hergestellte „Walsheimator-Gulaschsuppe à la Charlie“ kredenzte, ließ vor dem Festbeginn Fässer des Raffel’schen Doppelbocks dem „Walsheimator“ in die Schänke der „Raffel’schen Biermanufaktur“ rollen. Dabei handelt es sich um ein dunkles Bier, das mild gehopft aus drei verschiedenen Malzen gebraut worden war. Daneben gab’s erstmals ein Festbier mit fast 13,5 Prozent Stammwürze, süffig, mild gehopft und bernsteinfarben mit rötlichem Touch, das seine Freunde fand. Rote und weiße Griller, aber insbesondere der gold-prämierte Saumagen hatte der Rimschweiler Metzger und Gastronom Reinhard Neumann auf seiner Speisekarte. „Wir sind auf Empfehlung von Gästen unseres Hauses, der Waldgaststätte Tiefental, hier nach Walsheim gekommen“, so Neumann.

Mit der Unterhaltung durch den Wahl-Saarländer mit dem schwäbischen Dialekt, Markus Selinger alias Memphis, der mit sener Gitarre durchs Land tourt und Rock, Pop, Blues oder Folk gekonnt präsentiert, wurde so manches Helle und Dunkle genossen. Die Helfer der AH-Abteilung der Sportfreunde hatten in ihrer Sekt- und Cocktail-Bar alle Hände voll zu tun, um die Nachfrage zu befriedigen. Die nächste Gelegenheit, den Walsheimer Brauereikeller in festlicher Atmosphäre zu erleben, bietet sich am Wochenende des 9. und 10. Dezember beim Weihnachtsmarkt.

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