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Ehepaar in Herbitzheim züchtet Rosen

Es grünt und blüht hier so wunderschön : Mit der Queen Elizabeth fing das große Hobby an

Über einhundert Rosen zieren das Haus des Ehepaars Angela und Hans-Peter Weyer in Herbitzheim.

Die Rosen sind fester Bestandteil der europäischen Gartenkultur und dürfen auch bei uns in vielen Gärten und auf dem Balkon nicht fehlen. Über einhundert dieser Hingucker mit ihren hübschen Blüten finden sich im Vorgarten, aber auch hinter dem Haus im Ziergarten des Ehepaars Angela und Hans-Peter Weyer in der Schillerallee. „Vor etwa 20 Jahren haben mir meine Eltern die erste Rose namens Queen Elizabeth geschenkt“, erinnert sich die Herbitzheimerin an die Anfänge ihres privaten Rosengartens. Damit war in ihr das Feuer entfacht, die Liebe zu der „Königin der Blume“ geweckt. Zuvor hatte sie sich hauptsächlich um Stauden gekümmert. Doch liegt das „Rosen-Gen“ wohl auch in der Familie, denn ihre Tante Christa ist ebenfalls eine Rosenliebhaberin. „Meine Eltern haben ebenfalls dieses Hobby, hatten sozusagen „Rosen im Blut“, so Angela, die sich zusammen mit ihrem Mann im Laufe der Jahre auf Edelrosen spezialisiert hat. „Dabei kommt es mir weniger auf die Farbe als auf die Form an.“ Sie erläutert, dass die meisten ihrer Rosen zur Gattung der Kulturrosen gehören und Ergebnis professioneller Kreuzung und Veredelung seien. Daneben gibt es noch die Wildrosen, die züchterisch unbehandelt Hagebutten bilden und über keine gefüllten Blüten verfügen.

Das Ehepaar selbst sieht sich jedoch nicht als Züchter sondern als Liebhaber von Rosen und kauft seine Favoriten bei großen Züchtern ein. Um ihre Vielfalt zu erhöhen, fahren sie des Öfteren nach Bad Nauheim und Uetersen, sind aber auch oft Gäste im Zweibrücker Rosengarten. Es sind vor allem drei große Züchter, aus deren Sortiment in den farbenprächtigen Rosenparks sie ihre neuen Lieblinge aussuchen. Dabei wird immer darauf geachtet, dass es sich um Rosen handelt, die mehrmals im Jahr blühen.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutern sie auch, was es heißt, die Gewächse so zu pflegen, dass die Blüten voll zur Geltung kommen. Dazu sollen vor allem sonnige und luftige Standorte gewählt werden. Das schützt auch gegen die „Wehwehchen“ der Rosen – von Pilzen bis zur Blattlaus. Früh morgens vertragen die Rosen das abgestandene, im besten Fall lauwarme Wasser am besten. Kommen neue Rosen dazu, sollte der Herbst als beste Pflanzzeit gewählt werden. Dann ist unbedingt darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle, so heißt die prägnante Verdickung am Wurzelhals aus der der Edeltrieb wächst, mindestens fünf Zentimeter tief in der Erde ist. Das Pflanzloch sollte so tief sein, dass die Wurzeln nicht geknickt werden. Nicht vergessen werden sollte auch, die Rose vor dem Einpflanzen ausgiebig zu wässern. Auch danach sollte die Pflanze kräftig gegossen und im Herbst anschließend hoch mit Erde angehäuft werden. Das schütze vor Wind und Frost. Der Erdhügel wird im Frühjahr wieder entfernt. Hat die Pflanze überwintert, wobei die „Roten“ nicht so viel Sonne, die „Gelben“ nicht so viel Regen vertragen, sind sie in den Jahren danach auch zu pflegen. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Rückschnitt zu. Der soll möglichst im Frühjahr stattfinden. Der Umfang richtet sich nach der Rosenart, deren Zuchtformen und Namen ein Spiegel der Zeitgeschichte darstellen. Auch im Sommer kann ein weiterer Rückschnitt mancher Exemplare sinnvoll sein. Man trifft in Weyers Rosenbeeten bekannte Namen wie Roger Whitaker, Elvis, die Bremer Stadtmusikanten oder auch Ingrid Bergman. Das ist Angelas Lieblingsrose. Diese zart duftende Pflanze zählt zu den Klassikern unter den Edelrosen und begeistert mit dunkelroten dicht gefüllten Blüten. Die öfter blühende Rose wird zwischen 60 und 90 Zentimeter groß und liebt einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort. Mit dabei auch eine reinweiße Edelrose, die auf den Namen Roy Black getauft wurde. Sie bringt mit ihren stark gefüllten Blüten ein elegantes Ambiente in den Garten. Ihren Namen erhielt die Edelrose 1993 zu Ehren des Sängers Roy Black zu dessen 50. Geburtstag. Wegen ihrer Schönheit wurde sie in vielen Wettbewerben ausgezeichnet.