Der Jakobsmarkt wird in Medelsheim gefeiert

Ein Fest für alle Sinne : Hier wird den Gästen etwas geboten

Zum Jakobsmarkt in Medelsheim werden am Wochenende wieder Tausende von Besuchern erwartet.

Der Förderverein der Feuerwehr rüstet sich zum Jubiläum „20 Jahre Jakobsmarkt“. Am kommenden Sonntag (21. Juli) läuten pünktlich um 10 Uhr die Glocken der Martinkirche das Markttreiben auf der Burgstraße und der St.-Martin-Straße ein, können die Gäste aus einem vielfältigen Angebot wählen, das ihnen rund 140 Händler offerieren werden. Erwartet werden wieder Tausende von Besuchern, die das Parr-Dorf dann bis zum Ende um 18 Uhr bevölkern, ihm ein Flair von geschäftigem Treiben, aber auch gemütlichen Flanieren durch die Stände geben wird.

Mit dabei auch wieder Marktmeister Albert Wack. Er freut sich auf das Wiedersehen mit den vielen „Stammkunden“ aber auch die Neuen in der Händlerschar. „In den letzten Jahren waren es immer ungefähr 80 Prozent der Händler, die schon gleich ihr Wiederkommen im nächsten Jahr gebucht hatten“, so der 55-Jährige, der am Markttag schon auf das Jahr 2020 hinarbeitet. Übernommen hat er sein Amt vor sechs Jahren von Otmar Vogelgesang, der gemeinsam mit Pirmin Faber die Triebfeder war, dass überhaupt wieder ein Jakobsmarkt in Medelsheim stattfinden konnte. In diesem Jahr ist er auch hinter den Kulissen aktiv, kümmert sich um die Stromversorgung und die Verlegung der Leitungen gemeinsam mit Axel Ruth.

Peter Krämer, Vorsitzender des 2003 gegründeten Fördervereins, weiß zu berichten, dass die Geschichte des Jakobsmarktes bis ins Jahr 1535 zurückreicht, als er in einer Rechnung des Amtes Medelsheim als „Ulrichmarkt“ vermerkt worden war. Als Reminiszenz an den späteren Landesherrn, den Grafen Jakob von Bitche, wurde das Markttreiben vom 4. Juli (St. Ulrich) auf den 24. Juli (St. Jakob) verlegt und blieb bis in die 1970er Jahre existent. Der Männergesangverein übernahm es als Jakobsfest, musste jedoch auch aus Helfermangel 1996 aufhören.

Die Feuerwehr setzte dann die Tradition fort, veranstaltete zum 18. Juli 1999 den ersten Markt der „Neuzeit“. Seither kümmert sich alljährlich ein Festausschuss – bestehend aus Peter Krämer, Löschbezirksführer Michael Hahn sowie Hans-Jürgen Krämer, Thomas Hunsicker, Konrad Hahn und Markus Fuchs –, dass die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden. In diesem Jahr sind auch Stephan Bruch und Pascal Faber dabei, die wichtige ehrenamtliche Dienste übernommen haben. Mit Hilfe der Feuerwehr wurden rund 300 Plakate von Habkirchen bis Homburg, in der Pfalz und auch in Frankreich verteilt. Am Markttag wird um 5 Uhr mit dem Einweisen der Händler begonnen. Den Tag über sorgen rund 60 Helfer für das leibliche Wohl. Auch andere Vereine, wie beispielsweise die Landfrauen, der katholische Kirchenchor sind mit dabei. Die Sankt-Martin-Singers werden zudem mit mehreren Ständchen innerhalb des Festgeländes an verschiedenen Stellen auftreten. Der Festküche, betrieben von Dietmar „Diddel“ Schreiber und seinem Team, wird wieder eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Grillschinken sowie Schnitzeln zukommen. Dabei kann sich jeder aus verschiedenen Gerichten ein individuelles Menü zusammenstellen. Auch das benachbarte Gasthaus Weber ist mit seinem Biergarten integriert. Dazu kommen zum Dessert selbst gebackene Kuchen, wie auch in den Marktgassen allerlei für jeden Gaumen geboten wird. Zu erleben sind auch Handwerker, denen man bei ihrer Tätigkeit zuschauen kann. Dazu gesellt sich wieder der Flohmarkt, an dem auch Kiner teilnehmen können, und der Bauernmarkt mit großer Auswahl an Eigenerzeugnissen, auch aus einheimischer Produktion. Die Jugendfeuerwehr kümmert sich um die kleinen Festbesucher mit einem Programm, wozu auch Basteln gehört. Aber auch die Vorstellung ihrer Arbeit gehört zum Angebot im Hof von Pirmin Rauch. Zudem ist eine Kübelspritze im Einsatz und ein Kinderkarussell.

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