Chorleiterin begeisterte mit der Blockflöte

Chorleiterin begeisterte mit der Blockflöte

Musik von Engelbert Humperdinck und Schubert, aber auch moderne Klassiker wie „Marys boy child“ standen auf dem Programm der St. Martin Singers. Sie hatten zum Konzert in die Pfarrkirche St. Mauritius eingeladen, und viele waren gekommen. Geboten wurden auch Texte von Rilke und Krüss.

Chorgesang, Trompetenklang, Flötenspiel und besinnliche Texte. All das umfasste das interessante, abwechslungsreiche und harmonisch gestaltete Adventskonzert der St. Martin Singers. Chorleiterin Christina Weyers sprach Texte von Rainer Maria Rilke , James Krüss , Rudolf Otto Wiemer, Theodor Fontane oder auch Werner Bergengruen. Die versierte Musikpädagogin und Kirchenmusikerin überzeugte aber auch mit ihrer Blockflöte . Sie spielte zwei Sätze der Sonate brillante. Die Komposition stammt vom Flötisten Anton Heberle, der 1807 erstmals in einem Konzert eine Stockflöte ins Programm eingebaut hatte. Weyers demonstrierte eindrucksvoll was in dem kleinen, unscheinbaren Instrument, mit dem viele Kinder ihren ersten Kontakt zur Instrumentalmusik haben, steckt. "Wachet auf ruft uns die Stimme", dem Stück von Johann Sebastian Bach , dem Komponisten sowie Orgel- und Klaviervirtuosen des Barocks, hieß die Ouvertüre des Konzertes. Damit begrüßten die Trompeter Axel Bruckmann und Kilian Krämer, die noch mit "Hark the Herold" gemeinsam auftraten, die zahlreichen Zuhörer in der Rubenheimer Pfarrkirche St. Mauritius.

Sie verlebten eine Stunde, die geprägt war von stimmungsvollen, beruhigenden Stücken. Dazu zählten das Sanctus aus der "Deutschen Messe" von Franz Schubert , aber auch "Come and the christmas star" aus der Feder von Alice Bartelli. Schon fest in den Reigen eines Weihnachtskonzert gehört "Marys boy child", das auch von den Martin Singers in den Wochen seit Mitte August mit dem übrigen Repertoire einstudiert worden war. Beim "Abendsegen" von Engelbert Humperdinck , entlehnt aus der Oper Hänsel und Gretel, begleitete der Chor das Solistinnenduo Christine Weyers und Birgit Schreiber. Frenetischer Applaus dann nach dem Solo von Rachel Rutz bei "Oh holy night". Sie wurde von Weyers am Klavier begleitet und füllte das Gotteshaus mit ihrer bemerkenswerten Stimme. Das weltweit bekannte Weihnachtslied textete der französische Gelegenheitsdichter Placide Cappeau. Die Musik komponierte Adolphe Adam 1847. Der Song leitete über "The little drummer Boy" mit Johanna Hoffmann am Cajon über ins Finale mit dem Weihnachtsklassiker "Rudolph, the red-nosed Reindeer".

Bei einigen Titeln wurde das Ensemble von der Organistin Julia Weyer begleitetet. Sie war beispielsweise bei "Die wunderschöne Zeit ist nah" von John Rutter dabei.