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Choract startete den "Spätsommer" in Walsheim

Konzert : Der „Spätsommer“ startete mit „ChorAct“

Das Band- und Chorprojekt präsentierte im ehemaligen Brauereikeller sein neues Programm „Gospel and more“.

Mit stehenden Ovationen verabschiedeten rund 150 Zuhörer das Band- und Chorprojekt ChorAct im historischen Brauereikeller. Es war ein gelungener Auftakt der Veranstaltungsreihe „Walsheimer Spätsommer“, die die 18 Sänger mir ihrem „Bandleader“ Jörg Concemius auf die neue, erst drei Tage vor dem „Spätsommer“-Start fertiggestellte Bühne zauberten. In ihrem Programm „Gospel and more“ verwoben Chor und Band die bekanntesten Gospels zu einem abwechslungsreichen Repertoire, servierten es unter den Kreuzgewölben des Brauereikellers in kirchenähnlicher Akustik.

Ob schnell („Come let us sing“), bewegt wie im Negro Spiritual „Wade in water“ oder als getragene Komposition bei „Helplessly hoping“, die das amerikanische Folk-Rock Quartett Crosby, Stills, Nash and Young vor 50 Jahren bekannt gemacht hatte, immer waren die Choristen bestrebt, ihr Publikum mit einzubeziehen. Gemeinsam mit den begeisterten Menschen wurden beispielsweise „Heaven is a wonderful place“ (Der Himmel ist ein wunderbarer Ort) und das weltbekannte, aus der Gewerkschaftsbewegung entstammende englische Traditional „We shall overcome“ (Wir werden alles überwinden) intoniert. „Ich empfinde eine große Freude, wenn wir ein so gut besetztes Haus zum Mitmachen bewegen können. Diese Freude schwingt beim Konzert mit und es kommt vieles zurück“, begeisterte sich Concemius nach der zweiten Zugabe. Durch das Programm zog sich mit „The Gospel Train is coming“ der rote Faden und die Möglichkeit auf den Zug aufzuspringen.

Die Einladung nahmen viele an. Die Leute beim Mitsingen mitzunehmen, das Symbol des Zuges zu verwenden, schaffte die Symbiose zwischen den Sängern, aber auch der dazu aus Chormitgliedern bestehenden Band. Dazu gehörten Cajon-Spieler Joschka Fischer, die Gitarristen Christian Schmelzer und Jörg Concemius, Bassist Hartmut Brengel, Keyboarder Pfarrer Wolfgang Kafitz und die Perkussionistin Anne Zöller. Bei „Deep in my soul“ teilten sich Kathrin Martin, Charlotte Bender und Claudia Stemmler die Soloparts, während Stemmler ihre einfühlsame Stimme der Hymne „You are my shepherd“ auslieh. Das Programm selbst bestand aus Titeln, die die Formation in ihrer Sammlung führt, die sie auch in Gottesdiensten oder Festen singt. „Wir wollen mit den Originalen den Charakter und die Atmosphäre erhalten“, so Concemius. Im Hintergrund schwang immer die religiöse Botschaft mit. So werde mit Gospels, entstanden aus „God spell“ (Wort Gottes) das Evangelium verkündet. So ruft das Lied „Lord oft he Dance“ dazu auf, immer weiter zu tanzen mit dem, was Jesus verkündet hat.

Ortsvorsteher Michael Thomann, der neben Hartmut Brengel, Michael Clivot, Vinzenz Mayer und Angelo Lizzi zum „Spätsommer-Organisationskern“ und „geistigen Vätern“ gehört sprach am Ende von einem Start für den „Späsommer“, wie er nicht hätte besser ablaufen können. Es habe sich gelohnt, das Abenteuer „Spätsommer“ zu wagen. Durch „monumentale“ feste Bühne, die mit rund 10 000 Euro mithilfe der Gemeinde finanziert worden war, werde die Veranstaltungsstätte Brauereikeller aufgewertet. Clivot, der als Erster Gemeinde-Beigeordneter ankündigte, dass die Kommune bei der nächsten Veranstaltungsreihe wieder mehr einsteigen werde, hob die vielen Helfer heraus, die an der vergangenen und den künftigen Veranstaltungen helfen. Die Helfer der „Alten Herren“ in den Sportfreunden, Karl Paltz, Manfred Theis und Antonio Montana setzten mit den Flammkuchen die kulinarischen Ausrufezeichen.