1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Gersheim

Busschule mit der Polizei in der Grundschule Medelsheim-Altheim

Medelsheim : Warnung vor den Gefahren im Verkehr

Die „Busschule“ mit Polizei war in der Grundschule Medelsheim-Altheim zu Gast. Das Projekt wird einmal jährlich angeboten.

Als Verkehrssicherheitsberater Dominik Schallmo von der Jugendverkehrsschule Neunkirchen den Schaumstoffwürfel am Bus vorbei warf, konnte sein Kollege Uwe Grub am Steuer des Streifenwagens nicht mehr reagieren. Der Kubus landete auf der Fahrerhaube und wurde zur Seite geschleudert. Die Kinder der vierten Medelsheimer Grundschulklasse, die auf der Seite standen, staunten. Was sollte demonstriert werden? Dazu Polizeioberkommissar Grub, der als Verkehrssicherheitsberater für die Grundschulklassen in Teilen des Saarpfalz-Kreises zuständig ist: „Wir zeigen den Kindern damit, wie gefährlich es ist, vor oder hinter einem Bus vorbei eine Straße zu überqueren“. Die Demonstration, die auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle stattfand, gehört zum Projekt „Busschule“, das einmal jährlich für die Kinder aller vier Klassenstufen angeboten wird.

Damit sollen die Kleinen auf mögliche Gefahren auf dem Schulweg sensibilisiert und Verständnis für richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr geschaffen werden. Während der Busschule erarbeiten die Sechs- bis Zehnjährigen Regeln und erhalten Tipps, um sicher und entspannt mit dem Bus anzukommen. Auch wird gezeigt, so Grub, wie sie sich an der Bushaltestelle und während der Busfahrt richtig verhalten, im Straßenverkehr achtsam gehandelt und somit Gefahren vermieden werden. Es sei wichtig, Kinder mit dem „Verkehrsmittel Bus“ rechtzeitig vertraut zu machen und mit ihnen zu üben, was beim Busfahren richtig, fair und sicher ist: Wege von und zur Bushaltestelle, Überqueren der Fahrbahn zum oder vom Schulbus, Warten an einer Bushaltestelle, Ein- und Aussteigen, „Toter Winkel“, Sicherheitseinrichtungen im Bus, sind dabei Stichworte.

Das Verhalten als Fahrgast beim Sitzen, Stehen, Festhalten und gegenüber dem Fahrer seien weitere Inhalte des Trainings. Grub freut sich, dass er mit der Busschule sowohl bei Schulen und Busunternehmen, als auch bei Schulträgern auf offene Ohren trifft. Jährlich erreicht er rund 400 Kinder. Kinder würden während des Grundschulaufenthaltes das Training viermal absolvieren. Grub erachtet es auch sinnvoll, in den weiterführenden Schulen damit fortzufahren. Aber auch weitere Angebote werden gut angenommen. So das Schulwegtraining der Erstklässler, die damit wiederholen, was auch schon in der Vorschule vermittelt wurde. In den dritten und vierten Klassen folgt dann die Radfahrausbildung, die im Sachkunde-Unterricht verankert ist und mit einer Prüfung in der Verkehrssicherheitsschule Bexbach endet, deren Leiter Grub ist.