Haus Sonne Walsheim : 900 Euro für Opfer der Flutkatastrophe

In Walsheim spielten Akteure von „Haus Sonne“ gegen die Sonntagskicker aus Neunkirchen.

900 Euro für soziale Dienste und Einrichtungen im Flutkatastrophengebiet Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen kamen beim Benefiz-Fußballspiel zustande, bei dem eine Fußballmannschaft der Behinderteneinrichtung Haus Sonne Walsheim und den Sonntagskickern aus Neunkirchen aufeinandertrafen. Haus Sonne-Geschäftsführer Bernd André hob vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Johannes Schembri, stellvertretender Kinderheimleiter, hervor, dass die Idee zu dem Spiel aus der Mitarbeiterschaft gekommen sei. Das Geld, das sowohl aus Spenden als auch aus dem Getränkeverkauf stammt, fließt an den Paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saar, so André, der es weiter verteilen wird. Er wies darauf hin, dass es durch die Flutkatastrophe auch Einrichtungen getroffen habe, in denen Menschen mit Assistenzbedarf arbeiten und wohnen. Er freute sich darüber, dass die Hobbymannschaft aus Neunkirchen, zu der in früheren Jahren auch der ehemalige Neunkirchener Nationalspieler Stefan Kuntz gehört hatte, und derzeit von Andreas Lindegaard und Frank Theobald betreut und der Betrieb koordiniert wird, spontan zugesagt habe. Nach dem Elfmeterschießen gewannen die Walsheimer 7:6, freuten sich auf dem Kunstrasenplatz der Sportfreunde Walsheim über ihren ersten Erfolg. Die Sonntagskicker, die sich allwöchentlich zwischen 10 und 12 Uhr entweder auf dem Platz des TuS Neunkirchen oder der Lakai treffen, bestehen schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Spieler rekrutieren sich aus früheren aktiven Fußballern zumeist aber aus waschechten Hobbykickern aus Neunkirchen und Umgebung.

Zaungast des Spiels war auch der Vorsitzende der gastgebenden Sportfreunde Walsheim, Pirmin Langenbahn. „Es war für uns keine Frage, Haus Sonne für ihre Mannschaft den Platz und die Benutzung des Sportheimes zu erlauben. Sie gehören doch zum Dorf.“ Auch die dritte Halbzeit war ein voller Erfolg. Im Innenhof der Werkstätten in der Brühlgasse wurde gemeinsam gegrillt und sich bei ausgelassener Stimmung über den Erfolg gefreut. Werkstattleiterin Franziska Theobald erläuterte dabei, dass eigentlich nur ein Freundschaftsspiel geplant gewesen sei. Doch dann sei durch die Flutkatastrophe die Idee zu einem Event gekommen. Durchschnittlich 15 bis 20 Spieler zwischen 19 und 55 Jahren, männlich und weiblich, zählt Trainerin Laura Klein, die früher in der Frauenmannschaft des SV Breitfurt gespielt hat, zu ihren Schützlingen, die regelmäßig an den Trainingseinheiten teilnehmen.