Freundschaftsfest in Reinheim: Beim gemeinsamen Feiern aufeinander zugehen

Freundschaftsfest in Reinheim : Beim gemeinsamen Feiern aufeinander zugehen

() „Freundschaft, Internationalität und Toleranz“ war das Motto des Festes, das viele Besucher in den Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim zog. Die Grundschule Reinheim, die zuvor an vier Tagen intensiv an der Thematik Freundschaft während einer Projektwoche mit allen Kindern gearbeitet hatte, stellte ihre Ergebnisse, die Botschaft Völkerverständigung vor. Dazu gehörte ein selbst hergestelltes Willkommensbanner, aber auch eine Welthalbkugel um die sich Köpfe verschiedener Hautfarben gruppierten. „Der schaurige Schusch“ und „La guerre“ hießen die Bilderbücher, bei denen in Gruppenarbeit Ideen und Vorstellungen umgesetzt worden waren. „Wir haben innerhalb der Woche die Klassenverbände aufgelöst, in altersgemischten Gruppen gearbeitet“, informierte Schulleiterin Susanne Albrecht. Die Gitarrengruppe der Grundschule Reinheim mit ihrer Leiterin Susanne Hunsicker empfing die Gäste in den Überresten der gallo-römischen Villa mit der Ode an die Freude, aber auch mit dem Titel „Schön, dass du da bist“.

Landrat Theophil Gallo, gleichzeitig auch Vorsitzender der Stiftung Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, eröffnete die Feier, an der auch viele Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten teilnahmen. Ihren Transport hatten die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe Gersheim übernommen. Gallo freute sich, dass auch in der Zusammenarbeit der Stiftung Demokratie Leben und des Adolf-Bender-Zentrums Ideen umgesetzt werden konnten, die die Kulturpark-Mitarbeiterin Laura Rekowski konzipiert hatte.

Anstoß dazu lieferte ihr Sohn Gregor, in dessen Grundschulklasse sechs Flüchtlingskinder unterrichtet werden. „Ich habe im März das Projekt in den Begleitausschuss, dem ich angehöre, eingebracht;“ so Laura Rekowski. Danach sei ihr grünes Licht zur Umsetzung gegeben worden. Heraus gekommen waren einige Stationen.

So wurden Mosaike gelegt, Helme gebastelt und getöpfert. Die Gersheimer Jugendwehr lieferte mit der Wasserrutsche den Besuchermagnet, während sich auch viele auf der DRK-Hüpfburg so richtig austobten. Die Helfer der Sportfreunde Reinheim sorgten für die kulinarischen Genüsse. Bei der Grundschule wurden zudem noch Buttons hergestellt und Kaleidoskope gebastelt.

Ralf Dittgen, Kreisjugendpfleger und Mitarbeiter im Projekt, unterstrich darin die Bedeutung der Stiftung Demokratie Leben, die alles finanziell abfederte. Seit Juli 2016 beteilig sich der Saarpfalz-Kreis mit der „Partnerschaft für Demokratie“ an dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Darin stellt der Bund Mittel zur Verfügung.Im Begleitausschuss der Stiftung wird die Qualität der eingereichten Konzepte geprüft und nach der Bewilligung auch fachlich mitberaten.

Wichtig seien solche Feste, um Menschen zusammen zu bringen. „Bei uns im Kreis wohnen viele Flüchtlinge, doch bestehen nur wenige Berührungspunkte. Bei einem Fest könnten diese hergestellt werden,“ so Dittgen. „Wenn Kinder miteinander sprechen, ist schon die erste Brücke gebaut“. Gemeinsam wurden die Wunschluftballons mit den dazu gehörenden Postkarten in den Himmel entlassen.

Ansprechpartner ist Ralf Dittgen, E-Mail ralf.dittgen@saarpfalz-kreis.de, Tel. (0 68 41) 10 48 11.

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