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Begeistertes Publikum beim 6. F(r)eierabend in Niedergailbach

Filmabend : Der „F(r)eierabend“ bot Film-Genuss

Zahlreiche Autoren zeigten einem begeisterten Publikum in der Niedergailbacher Gemeinschaftshalle ihre Werke.

Knapp drei Stunden erlebten knapp 200 Besucher wieder einmal eine gelungene Abwechslung zum gewohnten Fernsehabend auf dem heimischen Sofa. Unter dem Slogan „Das Beste vom Besten“ hatte der Niedergailbacher Kameramann Wolfgang Freier zur sechsten Auflage seines F(r)eierabends in die Niedergailbacher Gemeinschaftshalle eingeladen und damit keineswegs übertrieben. In der voll besetzten Niedergailbacher Gemeinschaftshalle dankte Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck dem Filmemacher Freier neben dem Engagement das ganze Jahr über auch dafür, dass er dem Publikum, darunter auch die Reinheimer Weinkönigin Anna Huppert mit den Prinzessinnen Annalena Ruth und Jenny Schmitz, ermöglicht hatte, preisgekrönte Streifen mit ihren „Machern“ hautnah zu erleben. Das musikalische Entrée des Abends übernahm die 14-jährige Elena Oberinger aus Blieskastel an ihrer Harfe.

Der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) im Saarland, der Niederwürzbacher Jürgen Baquet, der die Moderation übernommen hatte, stellte zuerst vier saarländische Filmautoren mit ihren Filmen vor. Der Senior des „Saarfilms“, Norbert Lohmann aus Saarbrücken, eröffnet mit „Die Figarobande“. Dabei handelte es sich um den Report über eine verschworene Tanzsport-Gemeinschaft. Der jüngste Autor des Abends, Nicola Bläs aus Überherrn, hatte den mit dem letztjährigen Saarländischen Jugendfilmpreis ausgezeichneten fünfminütigen Film „Stand your ground“ mitgebracht. Mit großer Aussagekraft wurde der „Leidensweg“ einer am Ende erfolgreichen Balletttänzerin skizziert. Beeindruckend auch das Werk der jungen Saarbrückerin Nora Mazurek „Sommer im Garten“. Im „Film des Jahres 2018 im Saarland“ und bester „Bester Film“ beim Bundesfestival „Junger Film“ beobachtet die Autorin ihren Opa bei der Bestellung seines Gartens während des Sommers. Der Film wird auch bei den 77. Deutschen Filmfestspielen vom 20. bis 23. Juni in Wiesbaden gezeigt. Mit „Sankt Luis“ dem „Besten Film“ beim Landesfilmfestival 2018, stellte Hartmut Krell aus Ottweiler das heutige Leben in der senegalesischen Hafenstadt vor. Von deren Pracht aus der französischen Kolonialzeit nichts mehr zu sehen ist. Nach der Pause kam der Auftritt der Ehrengäste aus Luxemburg: Guido Haesen mit seiner Lebenspartnerin Suzy Sommer. Mit ihren sechs Kurzfilmen, die mehrfach auf internationalen Festivals ausgezeichneten worden waren, unternahm das Autorenpaar mit den begeisterten Besuchern eine kleine Weltreise. Von der kubanischen Kapitale Havanna (Gefangene der Vergangenheit) ging es in die Wüste Boliviens (Zorro). Bei der „Regenbogengesellschaft“ folgte der Abstecher nach Mittelamerika. Dabei verdeutlichten die Autoren zunächst die wirtschaftliche Bedeutung des 1914 fertiggestellten Panamakanals, bevor sie auf die menschliche Vielfalt von Panama Stadt mit ihren großen Herausforderungen eingingen.

„Leises Erwachen am Heiligen See“ führte den Betrachter zum Baikalsee in Sibirien. Vom fast unendlich erscheinenden eisigen Winter, über das Erwachen der Natur im nur zwei Monate dauernden Frühjahr bis zum Leben während der Sommermonate erstreckten sich die Aufnahmen dieses Films. Weitere Stationen waren die südamerikanische Atacama-Wüste, deren Abwechslungsreichtum im Streifen „Am frühen Morgen“ verdeutlicht. Inmitten der „Mondlandschaft“ befinden sich Salzseen mit Flamingos, Oasen und heiße Quellen, in denen auch gebadet werden kann.

Mit dem Film „Eine verschwindende Wildnis“ , ihrem letzten Beitrag, wiesen die beiden Luxemburger auf die Probleme hin, die der Klimawandel für die arktischen Regionen - vor allem für die Eisbären - mit sich bringt.