Kirb in Peppenkum Ausgelassene Stimmung herrschte bei der „Bebbekumer Kirb“

Peppenkum · Trefflich glossierten Alina Allgeier und Lisa Sandmeyer in der traditionellen Kirweredd das Dorfleben, das intensiv auf die Schippe genommen wurde. Der Vortrag wurde immer wieder durch Gesangseinlagen der Straußgesellschaft, wie beispielsweise „de Bebbekumer Stromer“ oder „Sahara“ ergänzt.

 Bei der Kirweredd im Peppenkumer Feuerwehr-Gemeinschaftshaus wurde von Lisa Sandmeyer (Bildmitte) und Alina Allgaier das Dorfleben auf die Schippe genommen. Den Takt dazu schlug Trommler Jonas Sandmeier.

Bei der Kirweredd im Peppenkumer Feuerwehr-Gemeinschaftshaus wurde von Lisa Sandmeyer (Bildmitte) und Alina Allgaier das Dorfleben auf die Schippe genommen. Den Takt dazu schlug Trommler Jonas Sandmeier.

Foto: Wolfgang Degott​

Zuerst wurden einige Mitglieder der 24-köpfigen Straußgesellschaft in ihren karierten Hemden und dem T-Shirt mit der Aufschrift „Schnaps un Bier sin des Bebbekumers Lebenselixier“ vorgestellt. Darunter befanden sich auch die „Neuen“ aus Pinningen, Riesweiler und Seyweiler. Hauptdarsteller war zweifellos der 53-jährige Kirwebabbe, Straußvadder und ältester in der Straußbubenschar, das Peppenkumer Unikat, „Jolle“ Sandmeier. Inhaltlich ging es auch um Fußball-Torjäger Marco Wolf, der mit seiner Mannschaft, den „Elitespielern“ der FSG Parr-Altheim, in die Landesliga aufgestiegen ist.

„Peppenkum wird modern, selbst Großstädte stehen dahinter“, war zu vernehmen. Damit spielten die Rednerinnen auf den derzeit laufenden Glasfaserausbau an. Beide befürchten jedoch, dass nachdem in jedem Haus der Kabelanschluss funktioniert, das Straßennetz völlig ruiniert sei. Dass Diesel nicht in einen Benziner-Tank gehört, musste einer der Straußbuben schmerzlich erfahren. Dabei wollte er doch nur Geld sparen. Bei seinem Ausflug ins pfälzische Schopp frönten die Sänger des Männergesangvereins mit ihren „Engelsstimmen“ dem Weinkonsum, teilweise aber zu viel. Erwähnt wurden aber auch Originale, wie beispielsweise „Oma Edith“, wo Straußbub Tony zu tief in die kalte Platte griff.

Das vollbesetzte Feuerwehr-Gemeinschaftshaus bebte, als am Ende die Hymne „Bebbekumer Wind“ intoniert wurde. Jeder sang aus voller Inbrunst den Refrain mit: „Das ist der Wind, der Bebbekumer Wind. Er wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind“.

Die selbst geschriebene und in Reimen verpackte Ansprache war Teil des Schlachtfestes zum Auftakt der Martini-Kirmes im 260-Seelen-Dorf „wo jeder jeden kennt und der Schnaps noch wird selbst gebrennt“. Unter den Trommelschlägen von Jonas Sandmeier erhielt der in einer „Nacht- und Nebelaktion“ im Peppenkumer Wald gefällte Kirwestrauß „im streng katholischen Peppenkum“ seine obligatorische Taufe. Er erhielt den Namen „Tommy“, benannt nach Thomas Schöndorf, dem Tommy aus Riesweiler, der seinen 40. Geburtstag feiern konnte. Sie dankten ihm auch dafür, dass er bei der Straußfahrt kurzfristig als Chauffeur eingesprungen sei. Nach der letzten Strophe des „Peppenkumer Wind“ übernahm wieder das Duo Jessica und Sebastian die musikalische und gesangliche Unterhaltung des feuchtfröhlichen Abends, bei dem viele Portionen Leberknödel mit Sauerkraut die Theke passierten.

Sonntags veranstaltete der Männergesangverein Peppenkum seine traditionelle offene Singstunde im Rahmen eines Frühschoppens im Feuerwehrhaus.