Auf dem Weg zum eigenen Format

Die fünf Jungs von One Way Ticket wollen weg von Cover-Songs und mit eigenen Ideen ein eigenes Format finden. Die Newcomer Band aus dem Saarland hatte jetzt einen Auftritt in der Konzert-Reihe „SR 1 Die Jungen Wilden 2015“ im großen Sendesaal des SR.

Für eine einfache Fahrt löst man ein "One Way Ticket". Nomen est omen für die Newcomerband, die sich vor einem Jahr zusammengefunden hat, und kürzlich einen ersten Meilenstein auf dem Erfolgsweg gesetzt hat: Die fünf jungen Musiker feierten einen Auftritt in der Konzert-Reihe "SR 1 Die Jungen Wilden 2015" im großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks. "Gitarre spielen ist ein nettes Hobby, John, aber du wirst dir damit nie dein Brot verdienen können!" Dies hörte der junge John Lennon nach der Gründung seiner ersten Band "The Quarrymen" von seiner Tante Mimi. Was daraus wurde ist jedem bekannt, gehörte der extrovertierte Songwriter und Musiker doch zum weltberühmtesten Quartett The Beatles . "Wir wollen mit unserer eigenen Musik Erfolg haben", meint Sänger und Gitarrist von One Way Ticket, Philipp Allar, im Gespräch in ihrem Proberaum. Bewusst suchen die fünf Jungs nach modernen, gefälligen Pop-Rock-Elementen, gängigen Instrumentationen und Arrangements, sowie emotionalen Texten, die sie gemeinsam zu Songs zusammenbauen, wobei sie wegwollen vom covern bekannter Songs, sondern ihre eigenen Ideen umsetzen, ein eigenes Format finden wollen.

Dabei sollen die Emotionen der Texte mit der Dynamik der Musik verschmelzen. Zu ihrem Titel "Wishing My Life Away" haben sie im Walsheimer Brauereikeller ihr erstes Musikvideo aufgenommenen, das in YouTube in kurzer Zeit schon mehr als 4500 Klicks bekommen hat. Dabei freuen sie sich insbesondere über die vielen positiven und aufbauenden Kommentare. "Das ist schon bemerkenswert", so Allar, der schon in einigen Bands gespielt hat, zur Formation "Chorwurm" gehörte und mit Sammy Hubertus und Berthold Hemmen im Trio Herzblut sang.

Sieger bei Jugend musiziert

Für Furore sorgte der 21-jährige Herbitzheimer, da er unter anderem schon zweifacher Bundessieger im Wettbewerb "Jugend musiziert" war. Die technischen Elemente der Musikproduktionen steuert dabei insbesondere der Herbitzheimer Keyboarder Nicolas Kunz bei. "Bei uns hat jeder eine feste Aufgabe neben seinem Instrument", sagt er. Der 21-Jährige ist mit Philipp Allar schon viele Jahre gemeinsam musikalisch unterwegs. Weiterer Weggefährte der beiden ist Marius Schöndorf. Der Peppenkumer Gitarrist und angehender Physiker komplettierte die frühere Formation "Songs4you", die es schon zu lokaler Berühmtheit geschafft hatte. Für die tiefen Töne bei "One Way Ticket" ist Julian Mayer verantwortlich. Er ist 20 Jahre alt, stammt aus Kirrberg, bezeichnet den Amerikaner John Francis Anthony "Jaco" Pastorius III als sein Vorbild, holt sich bei Video-Clips des 1987 verstorbenen Musikers immer wieder Inspirationen für seine Performance. Das Quintett komplettiert Drummer Andreas Ulrich. Hat er zuerst Gitarre und Keyboard gespielt, verschlug es ihn vor einem Jahr an die "Schießbude". Beim Zweibrücker Schlagzeuger und Lehrer Pietro Ramaglia erlernte der 21-jährige Lautzkircher den richtigen Rhythmus und die Stocktechnik. Bei zahlreichen Proben feilen sie jetzt an ihrem Sound, streben Auftritte bei Festivals aber auch eine Club-Tour an. Ein weiterer Auftritt findet am Samstag, 18. April, in der Saarbrücker Garage statt.

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