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Auch die Grenze zwischen Peppenkum und Guiderkirch ist wieder offen

Ruckzuck war alles weggeräumt : Jetzt hat sich’s mit den hinderlichen Barrieren

Die Absperrungen zwischen Deutschland und Frankreich habe ausgedient. Auch zwischen Peppenkum und Guiderkirch.

(bub) Die Grenzen sind wieder offen. Am freitag haben Arbeiter im Auftrag des Landesbetriebs für Straßenbau an allen Grenzübergängen im Bliesgau die Absperrungen entfernt. Begonnen hatte die Tour der Arbeiter in Reinheim um 13.30 Uhr. Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt, denn 30 Minuten zuvor hatte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) in Gersweiler den Startschuss für die Öffnungsaktion gegeben und selbst symbolisch Hand angelegt, als dort die Absperrtafeln auf einen Lastwagen gewuchtet wurden. Die anderen Grenzen sollten auf keinen Fall vorher geöffnet werden, um dem medienwirksamen Termin nicht die Schau zu stehlen. Im Laufe des Tages sollten alle Absperrungen zwischen dem Saarland und Frankreich weggeräumt werden, der Landesbetrieb beauftragte dafür drei Kolonnen, die unabhängig voneinander mit Lastwagen die Grenzübergangsstellen abfuhren und zwischen Nennig und Brenschelbach alle Schilder, Barken und Tafeln einsammelten. Bis in die Nachstunden war dieses Projekt geplant, denn es sollte auf jeden Fall vor Samstag abgeschlossen sein, um noch vor dem Wochenende „Offene Grenzen“ vermelden zu können. Dabei sind sie gar nicht ganz offen, denn die Reisebeschränkungen bleiben in Kraft. Man braucht weiterhin eine Berechtigung für den Grenzübertritt. Wenn man diese hat, kann man jetzt aber wieder jeden denkbaren Übergang nutzen und muss keine Umwege mehr machen. Die Bundespolizei wird auch weiterhin in Stichproben den Grenzverkehr kontrollieren. Bei der Grenzöffnung im Bliesgau am Freitag waren Bundespolizisten nicht zu sehen. Die Arbeiter nahmen die Schilder weg, dann konnte der Verkehr rollen. Aiwa Peet und Johannes Stefan von der Quierschieder Firma Meiser übernahmen die Aufgabe und hatten sich einen Fahrplan gemacht, zunächst zehn Grenzen im Bliesgau zu öffnen. Dabei war es gar nicht so einfach für sie, etwa den Übergang in Peppenkum zu finden, denn dort waren Beide noch nie zuvor. Die Schilder wurden zur Seite gelegt und werden später abtransportiert. Die Bürger sollten sich dadurch nicht beirren lassen. Die Grenzen seien ganz offiziell nicht mehr gesperrt, so Peet und Stefan.