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ARTefix-Aktion zur UN-Kinderrechtskonvention in Gersheim

FGTS der Gemeinschaftsschule Gersheim : Kinderrechte waren Thema in Kunstprojekt

ARTefix-Aktion zur UN-Kinderrechtskonvention mit Kindern der Gemeinschaftsschule Gersheim

Mit der 1989 von den Vereinten Nationen beschlossenen UN-Kinderrechtskonvention befassten sich eine Woche lang neun- bis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler der Freiwilligen Nachmittagsbetreuung (FGTS) in der Gemeinschaftsschule Gersheim. Zuerst gestalteten sie gemeinsam mit der FSJlerin Lea Ziegler und der studentischen Hilfskraft Marco Grund vom Saarbrücker Projektpartner Adolf-Bender-Zentrum einen Workshop.

Die Aufgabe hatte ihnen die freie Kunstschule Saarpfalz „ARTefix“ mitgebracht: Artikel 12 und 13: „Jedes Kind hat das Recht auf eine eigene Meinung. Meinungsfreiheit. Wenn eine Entscheidung getroffen werden soll, die ein Kind betrifft, dann muss die Meinung des Kindes dazu gehört und geachtet werden.“ Deren Leiterin Veronika Kiesel hatte die Idee zur Aktion. „In Rheinland-Pfalz existieren viele Skulpturen, die sich auf Orten der Kinderrechte in vielen Kommunen mit Themen der Kinderrechtskonvention beschäftigen“, erläutert sie ihren Zugang zur Problematik.

So konzipierte sie und brachte das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung Saar (GAW) und der finanziellen Unterstützung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit der Partnerschaft „Demokratie leben“ im Saarpfalz-Kreis in die Gersheimer Schule. „Es geht darum, dass die Kinder eine Skulptur aus Naturmaterialien herstellen, die sich thematisch mit einem bestimmten Thema befasst. Sie soll bewirken, dass Kinder ihre Rechte kennenlernen und dadurch selbstbewusster werden“, so Kiesel, die sich wünscht, weitere Aktionen umsetzen zu können.

Nicht nur im Saarpfalz-Kreis, wo es gemeinsam mit dem Kreisjugendamt in Homburg ein Projekt im öffentlichen Raum geben wird, sondern auch darüber hinaus. In Völklingen habe sie beispielsweise schon eine weitere Kunstschule von der Idee begeistert. Zudem hofft sie auf die Unterstützung des Landesverbandes der Kunstschulen.

Für die Premiere im Kulturpark konnte sie als „Dozentinnen“ die Bildhauerin und Performance-Künstlerin Barbara Hilgers aus Mettlach sowie die Gersheimer ARTefix-Mitarbeiterin Susanne Kempf gewinnen. Beide halfen den Kindern bei der künstlerischen Umsetzung der Thematik und dem Ganzheitsanspruch „Hören – schauen – fühlen - Kinderrechte mit allen Sinnen begreifen“.

In Reinheim wurden alle vom Team des Europäischen Kulturparks gut betreut und konnten im kleinen Wald vor dem Fürstinnengrab in Gemeinschaftsarbeit eine kleine Schutzhütte bauen. Diese Installation soll verdeutlichen, dass sich Kinder, beispielsweise zuhause in ihr Zimmer zurückziehen dürfen. Bei der abschließenden Präsentation der Gruppenarbeit, in der spielerisch ausprobiert worden ist, wann ein Kind gehört oder nicht gehört wird, wurden sowohl Texte vorgetragen als auch kleine Rollenspiele vorgeführt. Auch erlebten die Zuschauer eine Performance mit Bambusstöcken, Trommeln und Gitarren.

Damit wurde der Blick darauf gelenkt, dass Kinder gehört werden wollen, dass sie auch einmal laut sein dürfen und dass es manchmal etwas länger dauert, bis sie gehört werden.

Infos bei Veronika Kiesel, Leiterin von ARTefix, Tel. (06841) 6 39 25.

www.artefix.de