Adventskonzert mehrerer Chöre in Reinheim

Adventskonzert : Gemeinschaftskonzert mit weihnachtlichen Klängen

Das schon zur Tradition gewordene Adventskonzert mit der Singgemeinschaft der Männerchöre Reinheim und Niedergailbach, dem katholischen Kirchenchor St. Markus Reinheim und dem Blockflötenquartett des MGV Niedergailbach fand diesmal als Veranstaltung des MGV Reinheim in der Pfarrkirche St. Markus in Reinheim statt.

Es erfreute sich guten Zuspruchs. Wie Herbert Buhr, der durchs Programm führte, eingangs gewünscht hatte, stimmte das Konzert unter dem Titel „Singen im Advent“ durch Musik und Gesang auf das Hochfest Weihnachten ein. Es ließ Gedanken aufkommen, denen sonst in der Hetze des Alltags der Weg versperrt sei. Er sprach auch davon, dass Weihnachtslieder einen Assoziationsreichtum entzünden, der an elementaren Erfahrungen rühren, tiefste Empfindungen auslösen.

So begannen die „Blockflöten“ unter der Leitung von Anne Detzler mit „Nun jauchzet all ihr Frommen“, einem Lied aus dem evangelischen Gesangbuch. Der Komponist Valentin Rathgeber, war auch noch mit „1598 Aria Pastorella“ vertreten, das den Einzug in Jerusalem begleitete. Der „Canon“ von Johann Pachelbel in der Bearbeitung von Kevin Kelly wurde neben den verschiedenen Blockflötenstimmen auch von der Harfistin Elena Oberinger in Szene gesetzt. Der Kirchenchor, dirigiert von Jürgen Rabung und am E-Piano vom Reinheimer Pascal Braun begleitet, hatte mit der barocken geistlichen Kantate „Machet die Tore Weit“ von Walter Schmid den Text aus dem Psalm 24 als sprachliche Grundlage. In lateinischer Sprache gesungen basierte der Text von „Transeamus usque Bethlehem“ (Lasst uns nach Bethlehem gehen) auf der biblischen Weihnachtsgeschichte, wie sie im Lukas-Evangelium nachzulesen ist.

Das schlesische weihnachtliche Chorwerk, das vom Breslauer Domkapellmeister Joseph Ignaz Schnabel (1767 bis 1831) komponiert wurde, erzählte den Entschluss der Hirten nach Bethlehem zu gehen. Mit dem „kleinen Trommlerjungen“ erzählte die Singgemeinschaft Reinheim/Niedergailbach unter der Leitung von Norbert Oberinger die Geschichte eines kleinen Jungen, der das in seiner Krippe liegenden Jesuskind besucht und damit die Botschaft vermittelt, dass wir alle etwas zu geben haben und sei es nur einen Gedanken, ein Lächeln oder die Musik. Bei „Weihnachten bin ich zuhaus“, das die deutsche Schlagerikone Roy Black bekannt gemacht hatte, wurden in der Bearbeitung von Klaus Heizmann Erinnerungen und die Sehnsucht nach weihnachtlicher Harmonie unter dem Christbaum lebendig.

Aus der Feder des gleichen Arrangeurs stammte das Wallfahrtslied „Hoch tut euch auf“, das wie „Machet die Tore weit“ auf Psalm 24 basiert, der im sechsten vorchristlichen Jahrhundert entstanden war. Das eingehend romantische „Abendruhe“ von Rudolf Kern weckte weihnachtliche Heimatgefühle wie die „Bergweihnacht“ eine steiermärkischen Weise von Robert Pappert, mit den schönen Wechsel von piano und forte ihren eigenen Reiz entwickelte. Mit dem lobpreisenden Hymnus „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden“ hatte der Männerchor ein Arrangement des zeitgenössischen deutschen Komponisten Gerhard Rabe ins Repertoire aufgenommen. Das Lied stammt textlich aus Friedrich Silchers sechs Hymnen umfassenden Zyklus für die Weihnachtszeit.

Mit „Frohe Weihnachten“ von Manfred Bühler, der deutschen Interpretation von „We wisch you a merry Christmas“ setzten die Sänger einen begeisternden Schlusspunkt. Der gebürtige Reinheimer Stefan Lang, der jetzt in Webenheim wohnt, steuerte dem Konzert mit andächtig fröhlichen und erhabenen Weihnachtsliedern noch die beiden Sätze „Allegro“ und „Andante“ der Pastorale von Johann Sebastian Bach bei. Das ursprünglich vorgesehene Stück „Nun kommt der Heiden Heiland“ konnte wegen defekter Register an der Kirchenorgel nicht gespielt werden.

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