Abschied von einer tollen Erzieherin in Peppenkum

Sie hat den Kindern so viel gegeben : Abschied in der Kita Peppenkum

„Sie haben den Kindern so viel gegeben, sie vorbereitet auf die Schule, ja auf ihr ganzes Leben“, lobte die Elternausschuss-Vorsitzende Monika Weiser die Erzieherin Josefine Schöndorf. Die 64-Jährige wurde in einer eindrucksvollen Feier in der Kindertagesstätte Peppenkum in den Ruhestand verabschiedet.

Auch Kita-Leiterin Sigrid Konrad, die seit fast 30 Jahren Wegbegleiterin Schöndorfs war, hatte nur lobende Worte. Es sei ihr immer ein großes Anliegen gewesen, die Kinder zu fördern und zu unterstützen, und damit habe sie den Bildungsauftrag der Erzieherin sehr ernst genommen. Während ihrer 42-jährigen Dienstzeit in Peppenkum, der noch fünf Jahre in einer Zweibrücker Einrichtung voran gegangen waren, habe sie auch viele Praktikantinnen auf ihrem Weg begleitet und ausgebildet. Kolleginnen gegenüber sei sie immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden, für die Eltern habe sie als kompetente Ansprechpartnerin ein offenes Ohr gehabt. Erzieherin sei man nicht nur auf dem Papier, „man ist es mit Herz und Seele ein ganzes Leben lang“, so Konrad.

Oft seien es die kleinen Momente, die in Erinnerung bleiben: die uneingeschränkte Hilfsbereitschaft und vor allem die Zuverlässigkeit. Mit Liedern und Anekdoten, aber auch kleinen Geschenken sagten die Kleinen „Au revoir“. Personalamtsleiter Heiko Rebmann erinnerte daran, dass 1977, als Schöndorf begann, der Kindergarten zwei Gruppen mit sechs Mitarbeiterinnen, aber auch schon 90 Kinder zählte.

In den darauf folgenden Jahren sei die Einrichtung für Josefine Schöndorf nicht nur Arbeitgeber gewesen. Mit großem Engagement habe sie sich als pädagogische Fachkraft in den vielen Jahren auch als stellvertretende Leiterin, Sicherheitsbeauftragte und Ausbilderin für das Haus verantwortlich gefühlt. „Jetzt sagen wir auf Wiedersehen, da wir dich jetzt nicht mehr wiedersehen. Wir winken dir noch einmal zu und reichen dir die Hände“. Mit diesem Liedtext verabschiedeten sich die rund 100 Jungen und Mädchen von einer versierten Erzieherin, die – in Peppenkum zu Hause – die Einrichtung erlebte, als sie noch Volksbad und später fünf Jahre ihre Volksschule gewesen war.

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