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Galakappensitzung des Rubenheimer Carneval Club in Herbitzheim

Fastnacht : Der Rubenheimer Carneval Club ließ die Narrhalla beben

„Die Ladeiner singe, die Perdcher steppe, der Saal wird beben, beim Herbitzheimer Karneval kann man was erleben“, kündigte Elferratspräsident Jan Theis bei der großen Prunk- und Galakappensitzung des Rubenheimer Carneval Clubs (RCC) in der Herbitzheimer Bürgerhaus-Halle an.

Und er sollte Recht behalten. Die Akteure, ob musikalisch, verbal oder musikalisch präsentierten sich in Topform, füllten ein Programm, das (fast) keine Wünsche offen ließ. Flankiert vom Elferrat moderierte Theis zum neunten Mal die Kappensitzung mit allerbester Fasnacht bis tief in die Nacht. Das Regentenpaar, Prinz Daniel I. vom Berg und seine Lieblichkeit Prinzessin Katharina I. von der breiten Furth proklamierte Jubel, Trubel, Heiterkeit in der schönsten, der fünften Jahreszeit. Die elfjährige Jule Korter eröffnete als Kindertanzmariechen schwungvoll die rund sechsstündige Narrenschau. Danach folgten die Minis mit ihrer Darbietung „Schlumpfinen im Schlumpfenland“, ernteten die erste dreistufige Rakete des Abends. Sowohl die Jugend-Garde, die Junioren-Garde, das Junioren-Tanzmariechen Lena Hector als auch die Aktiven-Garde und die in der saarländischen Karnevals-Landschaft so seltene Gemischte Garde sorgten für rhythmische Auftritte. Paradepferde der RCC-Sitzungen waren und sind die Schautanzgruppen. In die Welt des Rock’n’Roll-King Elvis und der wilden 1950er-Jahre wurden die Gäste vom Männerballett entführt. Die magischen und zauberhaften Hansbebcher verzückten als „BlackLladies“. Das Finale der ersten Halbzeit läuteten die „Golden Girls“ ein. Den Reigen schlossen das „Ruwenummer Allerlei“ mit seiner „RCC-Spielzeugkiste“ ab. Eine vielumjubelte Premiere in der Bütt feierte der neunjährige Jamal Stühn, der mit seinem Cousin Elias Kiehlmeier in die Rollen Schüler und Nachhilfelehrer geschlüpft war. Im selben Genre war der 14-jährige Tim Freis unterwegs. Als geplagter Schüler fragte er sich, wofür Lehrer überhaupt bezahlt werden. Die weiblichen Bütten-Kanonen des Abends waren Anita Rabung und Lucie Freis-Welsch, als „Angelika und Beate im Cafégespräch“. Auch Kerstin Ernst und Kristina Sand „Es Ehn unn es Anner“ zielten verbal auf die Vertreter des männlichen Geschlechts. Wie schon im letzten Jahr gelang Samuel Kiehlmeier als „Bauer Sepp“ der Ausflug in Slapstick und Situationskomik. Mit selbst umgeschriebenen Texten bekannter Schlagerhits, darunter „Ich bin ein Dorfkind“ oder „Ich will wieder heim nach Rubenheim“ gefielen die fünf Mitglieder der Gesangsgruppe „Die Närrische“, die auch noch weit nach Mitternacht das Narrenvolk auf den Stühlen hielt. Neben den einheimischen Akteuren ergänzten Gastauftritte den Abend. So wirbelte die 35-köpfige Schautanzgruppe „Sandmännchen“ von der Karnevalsgesellschaft „Dann wolle ma emol“ Rohrbach über die Bühne.

Stellvertretend für die zahlreichen Helfer hinter den Kulissen, die die Fassnacht des RCC schon über 55 Jahre ermöglichen, wurde Gerhard Roggenland geehrt. Für vier mal elf Jahre Unterstützung erhielt er den Ehrenbecher des Clubs.