Traditionszeitung eingestellt Evangelischer Kirchenbote wird eingestellt

Homburg/Speyer · Nach 177 Jahren ist das Kapitel des ältesten deutschen Kirchenblatts beendet. Der Wochenzeitung ist das Geld ausgegangen.

 Dunkle Wolken zogen schon länger über den „Evangelischen Kirchenboten“ zusammen. Auf eine Rettung hoffte man bis zuletzt, auf einen Lichtblick wartet man in Speyer allerdings vergebens.  

Dunkle Wolken zogen schon länger über den „Evangelischen Kirchenboten“ zusammen. Auf eine Rettung hoffte man bis zuletzt, auf einen Lichtblick wartet man in Speyer allerdings vergebens.  

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die nach eigenen Angaben älteste Kirchenzeitung in Deutschland, der „Evangelische Kirchenbote“ in Speyer, stellt nach 177 Jahren Ende Dezember das Erscheinen ein. Es sei nicht gelungen, das 1846 gegründete Wochenblatt, das schon länger unter wirtschaftlichen Problemen litt, „in eine finanziell gesicherte Zukunft zu überführen“, teilte die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst am Donnerstag in Speyer mit. Seit Jahresbeginn gibt die Evangelische Kirche der Pfalz die Kirchenzeitung nach der Auflösung des Evangelischen Presseverbands in der Pfalz heraus. Das Aus für das Wochenblatt trifft auch die Gläubigen im Saarpfalz-Kreis, der bekanntlich zum Kirchenbezirk der Pfalz dazu gehört. Der Kirchenbote ist das Gegenstück zum katholischen Pilger.