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Fernweh zwischen Herdplatten

Fernweh zwischen Herdplatten

Homburg. Am Mittwoch, 15. September, wird um 19 Uhr im Homburger Siebenpfeifferhaus das Einfrautheaterstück "Shirley Valentine oder die heilige Johanna der Einbauküche" aufgeführt. Margret Gampper bringt in brillanter Weise die verschiedenen Facetten einer nicht mehr ganz jungen Frau auf die Bühne, die noch etwas mehr vom Leben will, als sie bisher bekommen hat

Fernweh zwischen Herdplatten

Homburg. Am Mittwoch, 15. September, wird um 19 Uhr im Homburger Siebenpfeifferhaus das Einfrautheaterstück "Shirley Valentine oder die heilige Johanna der Einbauküche" aufgeführt. Margret Gampper bringt in brillanter Weise die verschiedenen Facetten einer nicht mehr ganz jungen Frau auf die Bühne, die noch etwas mehr vom Leben will, als sie bisher bekommen hat. Sie würde gerne am Meer sitzen und ein Glas Wein trinken. Er, der langweilige Ehemann, bekommt einen Kulturschock, wenn er mehr als nur 20 Kilometer von zu Hause entfernt sein muss. Nun könnte man meinen, es handele sich hier um ein sehr saarländisches Stück. Ist es aber nicht. Der Autor Willy Russell stammt aus Liverpool und nahm sich das nicht sehr abwechslungsreiche Leben der Ehefrauen aus seiner Stadt zum Aufhänger für seine Komödie, die 1986 erstmals in Liverpool aufgeführt wurde. Seitdem hat die Geschichte der Hausfrau Shirley Valentine Theaterbesucher auf der ganzen Welt gerührt und zum Lachen gebracht. Das Ganze beginnt damit, dass Shirley mal wieder mit der Wand spricht, während sie für ihren Mann das Essen zubereitet. Zwischen Herd und Kühlschrank zieht sie eine traurige Bilanz. Als ihre beste Freundin eine Reise für zwei Personen nach Griechenland gewinnt und Shirley einlädt, zögert die Mittfünfzigerin keine Sekunde und macht sich sofort auf den Weg. Auf dem Küchentisch hinterlässt sie eine kurze Notiz für den Ehemann: "Bin in Griechenland". Sehr komisch und zugleich berührend erzählt das Stück von Willy Russell die Geschichte einer Frau, die mit viel Selbstironie einen lange gehegten Traum verwirklicht und sich wieder verliebt - in ihr eigenes Leben. Ein kraftvolles Plädoyer, die eigenen Träume lebendig zu halten und zu verwirklichen, das Antworten auf die Fragen einer Frau über 50 gibt. Der Theaterabend wird gemeinsam von der Evangelischen Frauenarbeit im Dekanat Homburg, der Frauenbeauftragten und der Homburger Seniorenbeauftragten veranstaltet. Der Eintritt beträgt pro Person acht Euro. redKarten im Vorverkauf: Im Evangelischen Dekanat, Kirchenstraße 8, in Homburg, Tel. (0 68 41) 66 03 11, und im Rathaus, Amt für Frauen, Jugend, Senioren, Tel. (0 68 41)10 11 17.