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Fastnachsumzüge in Blieskastel, Reinheim und Ommersheim

Tausende von Narren verfolgen dieses besonders Schauspiel mit : Und jetzt sind die Gaudiwürmer los

Die Fastnachtsumzüge in unserer Region: Schon an diesem Sonntag geht es in Blieskastel los.

Die Sache ist zu ernst, um darüber einfach hinweg zu gehen. Spaß beiseite: Es geht los, und zwar schon an diesem Sonntag. Die holde Narrenschar in unserem Verbreitungsgebiet scharrt schon mit den Hufen, kann es kaum mehr erwarten, sich singend, tanzend und „Alleh hopp“ rufend durch die Straßen zu bewegen und die „Huldigungen“ der unzähligen Zuschauer entgegen zu nehmen. Jetzt muss bloß noch das Wetter mitspielen und schon sind dem lautstarken Freudentaumel keine Grenzen mehr gesetzt. Wie bereits berichtet, stehen in Blieskastel, Reinheim und Ommersheim die von vielen Beteiligten erstellten Sicherheitskonzepte, damit kein Mensch zu Schaden kommt.

Nachfolgend kurz zusammengefasst, was wir im Einzelnen zu erwarten haben. Beginnen wir mit Blieskastel: Da tönt schon an diesem Sonntag (23. Februar) ein donnerndes „Nix wie druff“ durch die Straßen. Der Gaudiwurm der sich – ebenso wie in Reinheim und Ommersheim – (siehe Info-Grafiken) auf der gewohnten Strecke bewegt, beginnt um 14.11 Uhr im Lautzkircher Industriegebiet. Rund 50 Zugnummern, wie etwa in den Jahren zuvor, umfasst die kunterbunte Schlange unter freiem Himmel. Wobei man sich unter anderem auf die herrlich schrägen Töne der Guggenmusiker mit Namen „Rhythmusfetzer“ freuen darf. Elmar Becker, Ehrenpräsident der Blieskasteler Karnevalsgesellschaft, moderiert das illustre Treiben am Paradeplatz.

Dass beim Rosenmontagsumzug in Reinheim mal wieder unfassbar viel los ist, das gilt schon jetzt als sicher. Da kommen auch die Franzosen rüber, um zu staunen über eine entfesselte Narrenschar, die den Gaudiwurm zum unvergesslichen Erlebnis werden lässt. „Wenn Reinum lacht is Fasenacht“, lautet einmal mehr das Motto dieser ganz besonderen Sause, bei der im kleinen Ort an der Grenze sozusagen die dicksten Löcher aus dem Käse fliegen und die Gutzja wie auch andere kleine Leckerein vornehmlich auf die Zuschauer hernieder prasseln. Los geht es um 14.11 Uhr nahe Grenzlandhalle. Erwartet werden von den Organisatoren – dem Ortsrat sowie der Arbeitsgemeinschaft der Dorfvereine – über 65 Fußgruppen, Motivwagen und Musikkapellen. Insgesamt mehr als 800 Akteue wollen ihr närrisches Publikum begeistern und damit für überbordende Stimmung sorgen. 30 Zentner an Süßigkeiten werden unters Volk geworfen. Und wer sich da schnell bückt und aufhebt, hat gewonnen. Unbedingt beachten sollte man, dass ab 13 Uhr die Ortsdurchfahrt in Reinheim für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. Parkmöglichkeiten bestehen auf der französischen Seite des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim. Zudem kann man einseitig an den Landstraßen zwischen Reinheim und Gersheim, Niedergailbach und der Robert-Schuman-Straße parken.

Und nun blicken wir noch nach Ommersheim in der Gemeinde Mandelbachtal: Dort startet der Rosenmontagsumzug ebenfalls um 14.11 Uhr. Stolz ist man seitens der närrischen Veranstalter, die sich „Die Sackschisser“ nennen, dass erstmals eine Truppe aus dem belgischen Vichte sich einreiht in den kunterbunten Gaudiwurm. Mit den Belgiern existiert eine gedeihliche Partnerschaft. Rund 30 Personen sowie ein Wagen – so gestaltet sich der Auftritt der Freunde jenseits der Grenze. Am Freitag beim Veranstalter des Umzugs zu erfahren war, dass 27 Gruppen mit 470 Personen ihre Aufwartung in Ommersheim machen werden und das Auge des Betrachters am Straßenrand erfreuen. Übrigens: Ab der Gabelung zur Hofstraße dreht der fröhliche Umzug eine zweite Runde, ehe er dann in der Pfaffentalstraße wieder am Ausgangspunkt endet. Auch hier lohnt ein Blick auf die nebenstehende Info-Grafik.

Umzug in Ommersheim. Foto: SZ/Müller, Astrid
Umzug in Ommersheim. Foto: SZ/Müller, Astrid

Ansonsten sei allen närrisch gesinnten Menschen ein wunderbares Wetterchen gewünscht. Und fröhliche Mitmenschen ringsumher.