1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis

Erfahrene Trainer in Wecklingen

Fußball-Verbandsliga : Zwei Trainer-Urgesteine bei der DJK

Beim Fußball-Verbandsligisten Ballweiler-Wecklingen kann Cheftrainer Peter Rubeck mit Urban Collmann und Horst Kircher auf zwei Routiniers an seiner Seite bauen.

Beim Fußball-Verbandsligisten DJK Ballweiler-Wecklingen kann Cheftrainer Peter Rubeck auf ein großes Kompetenzteam zurückgreifen. Diesem gehören mit Urban Collmann und Horst Kircher auch zwei Routiniers an.

Der 71-jährige Collmann wohnt in Wolfersheim und hatte als kleiner Junge bei seinem Heimatverein SV Kirkel mit dem Fußballspielen begonnen. Zu jener Zeit habe er mit dem damaligen Schulkameraden und späteren Nationalspieler Wolfgang Seel jahrelang „fast jeden Tag auf dem Sportplatz oder auch in den Wiesen des Dorfes gekickt“. Nach weiteren Jugendstationen bei Borussia Neunkirchen und der SV Elversberg sowie als Aktiver beim SV Wolfersheim lernte Collmann auch fortan die andere Seite des Geschäfts kennen. Vier Jahre lang gehörte er dem Betreuerstab des damaligen Regionalligisten Borussia Neunkirchen an, ehe seine Trainerlaufbahn begann. Das Urgestein aus dem Bliestal trainierte zunächst folgende Vereine: SV Wolfersheim, TuS Ommersheim, SV Niedergailbach, SC Blieskastel-Lautzkirchen, SV Breitfurt und SV Wolfersheim. Anschließend folgte er dem Lockruf seines Freundes Gerd Warken und agierte unter dessen Trainerregie beim damaligen Oberligisten FC Homburg als Sportkoordinator. Weiter ging es mit den Trainerstationen bei den SF Walsheim, dem FV Oberbexbach, FC Viktoria St. Ingbert, TuS Mimbach sowie bei der SG Rubenheim-Herbitzheim-Bliesdalheim II. In der Saison 2015/16 half er dann auch noch einmal bei seinem Heimatverein SV Kirkel als Coach aus.

„Nachdem ich nun wieder mehr Zeit habe und mich Peter Rubeck kontaktiert hatte, bin ich bei der DJK Ballweiler-Wecklingen eingestiegen. Mittlerweile bin ich offiziell Co-Trainer und werde auch in Sachen Spielbericht als Mannschaftsverantwortlicher aufgeführt“, berichtet der 71-Jährige. Er sei bei Einheiten morgens und am Nachmittag für eine individuelle Trainingsgestaltung zuständig. Es gäbe ja insgesamt sechs Schichtarbeiter – davon fünf Polizisten – die des Öfteren bei den abendlichen Trainingseinheiten aus beruflichen Gründen fehlen. „Diese Einheiten finden stets in Absprache mit Peter statt. Es ist ein speziell zugeschnittenes Einzeltraining, das nicht mit der Form eines Mannschaftstrainings vergleichbar ist. Und falls unser Torwarttrainer Domenico Di Bartolomeo verhindert ist, nehme ich mich auch noch außerhalb des Abendtrainings dieses Themas an“, berichtet Collmann. Diese Einheiten würden auch für alle anderen Spieler dokumentiert. Schließlich stehe Rubeck Woche für Woche vor der schwierigen Aufgabe, seinen Kader zu bestimmen.

Und dann wolle natürlich auch jeder wissen, wer in der Woche vor dem Spiel wie oft trainiert hat. Letzlich gelte für das Trainerteam folgende Devise: „In den Sattel können wir euch helfen, reiten müsst ihr aber selbst.“ Die einzelnen Trainer wüssten ganz genau, dass man sehr viele junge Spieler in seinen Reihen habe. „Wir haben das Saisonziel ausgegeben, vorne mitzuspielen und wissen um die starke Konkurrenz in der Verbandsliga Nordost. Unsere Jungs sind sehr fleißig und trainieren auch gut. Unser Konzept fruchtet auf jeden Fall, alle sind gerne da“, meint der Co-Trainer. Zum Zeitpunkt der Corona-Saisonunterbrechung war die DJK Ballweiler-Wecklingen mit zehn Punkten Tabellensiebter. Wann der genaue Re-Start erfolge, wisse man nicht.

Und wie sieht es bezüglich eines weiteren Engagements als Co-Trainer in Ballweiler aus? „Meine Entscheidung mache ich von derjenigen von Peter abhängig. Ich werde auf jeden Fall zu 100 Prozent keine Cheftrainerrolle mehr annehmen. Wie bislang in Ballweiler gearbeitet wird, gefällt mir sehr gut. Und natürlich ist es auch von Wolfersheim nach Ballweiler und wieder zurück nur ein Katzensprung. Aber nochmal: Man muss abwarten, was Peter macht. Dann wird auch meine sportliche Zukunft entschieden“, betont Collmann.

Zum Trainerkompenzteam der DJK Ballweiler-Wecklingen gehört auch mit Horst Kircher ein weiterer erfahrener Coach aus der Region. Der 66-Jährige wohnt in Niederauerbach und ist beim Verbandsligisten Fitness- und Athletiktrainer. Sein Heimatverein ist die Spielvereinigung Einöd. Dort machte er mit seinem starken linken Fuß auf sich aufmerksam und gehörte als Offensivspezialist auch der Saarauswahl an. Im Alter von 21 Jahren zog es Kircher als Spielertrainer nach Höhmühlbach. Er kehrte dann zunächst als Spieler nach Einöd zurück, ehe ihn viele erzielte Tore als Spielertrainer in Höhmühlbach auch für die Amateure des 1. FC Kaiserslautern interessant machten. „Damals hatte ich aber schnell gemerkt, dass es als Berufssoldat, der öfters mal länger weg muss, bei einem größeren Verein nicht einfach ist. Du gingst als Stammspieler beruflich drei Wochen weg und musstest dich dann nach der Rückkehr erst einmal wieder herankämpfen“, blickt Kircher auf diese Zeit am Betzenberg zurück.

Im Anschluss an eine weitere Station als Spieler beim SV Niederauerbach folgte neun Jahre lang eine Spielertrainertätigkeit beim SV Battweiler. Weiter ging es bei der SG Rieschweiler, beim SV Martinshöhe und wiederum bei der SpVgg. Einöd. Erst im Alter von über 50 Jahren endete für Kircher seine aktive Fußballzeit. Er übernahm auch noch beim SV Niederauerbach verschiedene Aufgaben und war dort unter anderem Sportkoordinator – und dies sogar in der Regionalliga. Neben dem eigentlichen Fußballsport legte Kircher bereits seit jeher viel Wert auf die Komponenten Fitness und Athletik. Die Laufschulen in Blieskastel und Zweibrücken bauten auf seinen Sachverstand. „Über die Bundeswehrkontakte hatte ich stets sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten und durfte auch über die Sportjugend Pfalz Fußballcamps leiten. Noch heute stehen Fußball-Arbeitsgemeinschaften an den Zweibrücker Schulen Sechsmorgen und Canadaschule auf dem Programm“, berichtet Kircher von seinen weiteren Tätigkeiten als eigentlicher Ruheständler.

Urban Collmann ist seit dieser Saison Co-Trainer. Foto: Stefan Holzhauser

Und wie kam es zum Engagement in Ballweiler? „Das ist jetzt bereits die dritte Saison. Peter war auf mich zugekommen. Ich hatte das ja auch bereits früher beim SVN Zweibrücken gemacht. Der Erfolg ist erkennbar: Wir haben fast keine Verletzten. Ich habe stets meine Fitness-Rolle mit dabei“, betont der 66-Jährige. Er sei auch aufgrund des Eigengebrauchs dieser Rolle selbst noch topfit. Die Nachmittagsbetreuung an den beiden Schulen und die meist am Vormittag zu verrichtende Tätigkeit in Ballweiler ließen sich zeitlich gut miteinander kombinieren. „Und genau wie Urban mache ich meine Zukunft bei der DJK Ballweiler-Wecklingen von der von Peter Rubeck abhängig“, berichtet der rüstige Rentner.