Mühlräder im Saarpfalz-Kreis Viele Mühlräder klapperten entlang der Blies

1743 veranlasste Christian IV eine Bestandsaufnahme sämtlicher Mühlen in seinem weitläufigen Territorium. Hunderte von ihnen hielten die damalige Wirtschaft im Saarpfalz-Kreis am Laufen.

Die Uhrigsmühle in Bliesmengen-Bolchen: Die linke Seite war preußisch, die rechte pfalz-bayerisch. Die Staatsgrenze verlief mitten durch den Hausgang. Im Hintergrund ist der Ritthof zu sehen, ein einst bekanntes Weingut an der Blies.

Die Uhrigsmühle in Bliesmengen-Bolchen: Die linke Seite war preußisch, die rechte pfalz-bayerisch. Die Staatsgrenze verlief mitten durch den Hausgang. Im Hintergrund ist der Ritthof zu sehen, ein einst bekanntes Weingut an der Blies.

Foto: Martin Baus

Christian IV, Herzog von Pfalz-Zweibrücken, gilt bis heute als Musterexemplar eines aufgeklärten und fortschrittlichen Landesherrn. Er war gerade 21 Jahre alt und erst kurz in seiner Funktion, als er 1743 eine Bestandsaufnahme sämtlicher Mühlen in seinem Territorium in Angriff nehmen ließ. Das Resultat dieser Inventur war imposant: Hunderte von Mühlen klapperten an den rauschenden Bächen in seinem Herrschaftsgebiet, mahlten und zerstampften Getreide, gewannen Öl, sägten Holz, walkten Tücher, zermalmten Eichenrinde, schliffen Steine oder schmiedeten heißes Eisen.