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Die Saison in der Verbandsliga Nordost startet: Mit Limbach, Schwarzenbach, Rohrbach, Blieskastel und Ballweiler

Fußball-Verbandsliga Nordost : Das Duell zweier Wundertüten

Die Saisonvorbereitung lief beim Fußball-Verbandsligisten Palatia Limbach wie geschmiert. Trainer Patrick Gessner schlägt vor dem Heimspiel der Palatia am Sonntag um 17.15 Uhr gegen den VfB Theley aber warnende Töne an. Auch Ballweiler-Wecklingen, Schwarzenbach, Blieskastel-Lautzkirchen und Rohrbach starten am Sonntag.

Endlich geht es auch in der Fußball-Verbandsliga Nord­ost wieder um Punkte. Am Sonntag empfängt der FC Palatia Limbach um 17.15 Uhr den VfB Theley zum Saisonauftakt – fast zehn Monate nach dem letzten Pflichtspiel der Limbacher im vergangenen Oktober gegen die Spvgg. Einöd-Ingweiler (6:0 für Limbach).

Blickt man auf die Testspiel-Ergebnisse der Palatia, scheint das Team von Trainer Patrick Gessner bestens gerüstet für den Saisonstart. Von den acht Spielen gewann Limbach sechs – darunter waren deutliche Erfolge gegen die klassenhöheren Saarlandligisten FSG Ottweiler-Steinbach und SV Bliesmengen-Bolchen (beide 4:1). Mit dem FC Homburg II bezwang die Palatia sogar noch einen dritten Saarlandligisten – wenn auch etwas knapper mit 3:2. Die Generalprobe am vergangenen Samstag gegen Landesligist TuS Ormesheim gewannen die Saarpfälzer ebenfalls deutlich mit 6:1.

Gessner möchte die Partien aber nicht überbewerten. „Klar waren es vom Papier her gute Resultate. Auch spielerisch war das absolut okay von uns“, sagt der Trainer. Allerdings sei „die Vorbereitung die Vorbereitung – und die Meisterschaft eben die Meisterschaft.“

„Wir freuen uns in Limbach zuallererst unheimlich, dass überhaupt wieder gespielt wird. Und hoffen, dass die Runde normal durchgebracht werden kann. Hinter uns liegt eine intensive Vorbereitung. Und alle Spieler haben sehr gut mitgezogen“, lobt Gessner.

Mit David Lerner, der von Verbandsliga-Konkurrent SVGG Hangard kam und dort Kapitän war, haben die Limbacher nur einen externen Neuzugang an Land gezogen. Dazu kommen die eigenen A-Jugendspieler Jan Hinkelmann und Tom Müller, die an den Aktivenbereich herangeführt werden sollen.

Den Saisonstart verpassen wird David Hary, der sich eine Kreuzbandverletzung zugezogen hat: ein „großer Wermutstropfen“, wie Gessner sagt. Neben Hary fehlt der Palatia gegen Theley auch Timo Kitto (Knieprobleme).

Ein konkretes Saisonziel gibt es in Limbach offiziell nicht. Wir wollen die „bestmögliche Runde spielen“, sagt Gessner. Seine Vorsicht kommt nicht von ungefähr: Schon vor der vergangenen Spielzeit hatte sein Team mit starken Testspiel-Ergebnissen aufhorchen lassen, bezwang in der Vorbereitung mehrere Saarlandligisten. Die Saison lief dann aber durchwachsen. Als die Runde abgebrochen wurde, stand die Mannschaft, die viele Vorschusslorbeeren bekommen hatte, „nur“ auf Rang neun.

„Wir wollen den Druck von den vielen jungen Spielern nehmen. Klar zählen am Ende auch immer Ergebnisse. Aber wir wollen vor allem immer unsere Leistung bringen und uns weiterentwickeln. Und dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagt Gessner. Den Druck, ganz vorne mitzuspielen oder gar aufzusteigen, gebe es bei der Palatia jedenfalls nicht. Gessners Favoriten auf den Titel sind Hellas Bildstock, der SV Merchweiler und die SG Lebach-Landsweiler

Der Limbacher Auftaktgegner VfB Theley wird von Andreas Oberhauser und André Dewes trainiert. Angesichts der Tatsache, dass die Palatia in den vergangenen Spielzeiten oftmals eine wilde Berg- und Talfahrt auf dem Rasen hinlegte, bezeichnete Dewes Limbach zuletzt als „Wundertüte“. Eine Einschätzung, die Gessner postwendend zurückgibt. „Für mich ist Theley ebenfalls eine kleine Wundertüte“, so der Palatia-Trainer. Denn die Nordsaarländer haben eine holprige Vorbereitung hinter sich, kamen etwa bei Saarlandligist Borussia Neunkirchen mit 0:8 unter die Räder und kassierten auch bei Landesligist FC Blau-Weiß St. Wendel sechs Gegentore (5:6). Seine Generalprobe bestand Theley dann aber am vergangenen Samstag souverän – der VfB gewann gegen Landesligist SV Humes mit 6:1.

Maximal 300 Zuschauer können am Sonntag live im Stadion verfolgen, welche der beiden Wundertüten die Oberhand behalten wird. Zuschauer müssen getestet, geimpft oder genesen sein.

Für die anderen Verbandsligisten aus dem Saarpfalz-Kreis wird es am Sonntag schon rund zwei Stunden vor dem Spiel der Palatia ernst. Die DJK Ballweiler-Wecklingen empfängt um 15 Uhr mit dem SV Merchweiler eine jener Mannschaften, der zugetraut wird, ein ernstes Wort bei der Titelvergabe mitzureden. Zeitgleich muss der von Verletzungen gebeutelte SV Rohrbach beim heimstarken FC Freisen ran. Ebenfalls um 15 Uhr spielt der SV Schwarzenbach auswärts bei der SG Saubach. Um 15.30 Uhr wird dann auch das schwere Heimspiel des SC Blieskastel-Lautzkirchen gegen die SG Marpingen-Urexweiler angepfiffen. Die Gäste lagen vergangene Saison zum Zeitpunkt des Abbruchs mit Bildstock und Merchweiler an der Spitze. Blieskastel war Vorletzter.