Deutschkurse zugeschnitten auf die Arbeitswelt

Deutschkurse zugeschnitten auf die Arbeitswelt

Saarpfalz-Kreis. Die Volkshochschule St. Ingbert organisiert für den Saarpfalz-Kreis sowie die Kreise Neunkirchen und St. Wendel Kurse zur berufsbezogenen Sprachförderung. Das bedeute viel Arbeit, erläutert die zuständige Mitarbeiterin Monika Schmitt, mache die Verantwortlichen der VHS aber auch stolz

Saarpfalz-Kreis. Die Volkshochschule St. Ingbert organisiert für den Saarpfalz-Kreis sowie die Kreise Neunkirchen und St. Wendel Kurse zur berufsbezogenen Sprachförderung. Das bedeute viel Arbeit, erläutert die zuständige Mitarbeiterin Monika Schmitt, mache die Verantwortlichen der VHS aber auch stolz. Denn schließlich habe sich die Volkshochschule gegen andere Bildungsträger durchsetzen müssen im Wettbewerb um den Zuschlag. Die Kurse laufen unter dem Dach des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und werden gefördert vom Europäischen Sozialfonds (ESF). Aber Monika Schmitt ist nicht nur froh darüber, dass die VHS St. Ingbert mit dem Auftrag Anerkennung und eine Portion Zukunftssicherung für ihre Lehrer bekommt. Sie sagt auch, es sei schlichtweg an der Zeit gewesen, Migranten ein solches Angebot zu machen. Schmitt: "Das ist ein Kursus, der den Leuten hilft." Seit 1994 bietet die VHS St. Ingbert Sprachkurse für Spätaussiedler und Asylberechtigte. Seit 2005 richtet sie Integrationskurse für Menschen aus, die aus anderen Ländern zugezogen sind.Auftakt mit 20 Teilnehmern Der Integrationskursus endet mit einer Prüfung. Aber die Sprachfähigkeit, die dort erworben werde, sagt Schmitt, genüge nicht, um in der Arbeitswelt zu bestehen. Das werde sich mit dem Unterricht in Berufsdeutsch ändern. Am 25. Mai soll der erste Durchgang in St. Ingbert starten. Er umfasst 730 Stunden mit Sprachunterricht, theoretischem Unterricht wie Berufskunde und Bewerbungstraining, beinhaltet daneben Praktika und Betriebsbesichtigungen. Die 20 Teilnehmer, die dafür im Kulturhaus in der Annastraße ein halbes Jahr lang die Schulbank drücken werden, sind bereits zusammen. Wo die weiteren Kurse stattfinden, ist noch nicht raus. Das werde danach entschieden, wo die meisten Teilnehmer herkommen, erläutert Schmitt. Der Löwenanteil für den ersten Durchlauf stamme aus St. Ingbert. Die geeigneten Teilnehmer zu bekommen, ist nach ihren Worten nicht einfach. Arge und Arbeitsagentur habe man erst vermitteln müssen, dass das Sprachniveau des Integrationskurses Voraussetzung sei. Die Zahl der Zuwanderer ist in unserer Region nach ihrer Wahrnehmung auch nicht besonders hoch. Schmitt: "Wünschenswert ist, wenn es von einem Integrationskursus nahtlos in die berufsbezogene Sprachförderung übergeht."Die Ausschreibung der Sprachkurse gilt zunächst für ein Jahr. Drei Kurse wird die VHS ausrichten. Läuft das gut, hofft Monika Schmitt, werde man in St. Ingbert bis 2013 im Ostsaarland für das Programm zuständig sein. mbe