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Den Spuren Jesu an biblischen Orten gefolgt

Den Spuren Jesu an biblischen Orten gefolgt

Bexbach/Tel Aviv. Man kann Dieter Buchholz, dem Chef des Bexbacher Buchholz Fachinformationsdienstes, die tiefen Eindrücke, die seine erneute Reise nach Israel bei ihm hinterlassen haben, im Gespräch deutlich anmerken. "Man ist genau dort, wo das geschehen ist, was wir heute in der Bibel lesen können." Mit einer Reisegruppe unter seiner Leitung hatte sich Buchholz zum 26

Bexbach/Tel Aviv. Man kann Dieter Buchholz, dem Chef des Bexbacher Buchholz Fachinformationsdienstes, die tiefen Eindrücke, die seine erneute Reise nach Israel bei ihm hinterlassen haben, im Gespräch deutlich anmerken. "Man ist genau dort, wo das geschehen ist, was wir heute in der Bibel lesen können." Mit einer Reisegruppe unter seiner Leitung hatte sich Buchholz zum 26. Mal aufgemacht, um Israel und seine religionsgeschichtlichen und politischen Stätten zu besuchen. In einem Reisebericht hat er die Erlebnisse zusammengefasst. "Das Thermometer am Fuße des Festungsberges Masada klettert in der prallen Sonne auf fast 60 Grad. Die Luft flimmert vor Hitze. Einige aus der Reisegruppe versuchen dennoch den Anstieg. Die anderen beobachten das Treiben skeptisch aus dem Schatten der Talstation." Zum Zeitpunkt dieses Eintrags ist die Gruppe schon drei Tage in Israel unterwegs. Neben Dieter Buchholz, seinem Sohn Boris Buchholz und Landrat Clemens Lindemann, haben sich auch dessen Bruder Pfarrer Karl-Josef Lindemann, der "Saarlandbotschafter" Johannes Lapré mit seiner Frau Babette aus Bexbach sowie Axel Kemmler und Günter Schug, zwei Unternehmer aus der Pfalz, in Israel auf Spurensuche begeben. Sie besuchen die biblischen Stätten und folgen den Spuren Jesu. Sie treffen Menschen, die kennenzulernen nur wenigen gelingt, so zum Beispiel den früheren Premierminister und heutigen Präsidenten des Staates Israel, Schimon Peres, und den Verteidigungsminister Ehud Barak. Die Reise beginnt am Mittelmeer in der von König Herodes gegründeten Stadt Caesarea. Sie führt weiter über Haifa nach Nazareth, einem der wichtigsten christlichen Orte im Heiligen Land. Dann folgt die Route dem Ufer des Sees Genezareth und erreicht Tabgha. Die Siedlung liegt am Fuße des Hügels, auf dem Jesus seine Bergpredigt hielt. Am Jordan entlang geht es nun weiter, hinein in das palästinensische Autonomiegebiet, die West Bank nach Jericho bis hin zum Toten Meer und der Festung Masada. Dieter Buchholz: "Der Berg ist Symbol des jüdischen Freiheitswillens. 960 Zeloten trotzten hier lange Zeit der römischen Belagerung, ehe sie schließlich in aussichtsloser Lage um das Jahr 73 nach Christus lieber den Freitod wählten." Vor der Reisegruppe liegt nun die Judäische Wüste, dann Hebron im Westjordanland mit der jüdischen Siedlung Kiryat Arba. Ziel ist die Höhle Machpela, die heilige Städte des Judentums, mit den Gräbern der Urväter Abraham, Isaak und Jakob sowie deren Frauen Sara, Rebekka und Lea. Es geht weiter nach Bethlehem mit Besuch der Geburtskirche und schließlich nach Jerusalem mit dem Ölberg als erste Station. Die Gruppe besucht auch den Abendmahlsaal, das Davidgrab, die Klagemauer, den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg. "Zu Fuß ging es durch die Via Dolorosa, jene Straße, die den Leidensweg Jesu beschreibt und vom Amtssitz des römischen Statthalters Pontius Pilatus zur Hinrichtungsstätte am Hügel Golgota führte." Heute steht dort die Grabeskirche. Der Aufenthalt in Jerusalem schließt auch die Besichtigung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit ein. Mit dem erneuten Besuch in Israel wird die tiefe Beziehung von Dieter Buchholz zu diesem Staat nicht enden, schon jetzt hat der Unternehmer die nächste Reise im Blick. Und dann soll es wieder auf den Spuren der Geschichte durch die Geschichte gehen. thw