Das Klassenziel nicht erreicht

Das Klassenziel nicht erreicht

Den Kindern rauchen seit drei Wochen wieder die Köpfe. Mit dem Schulstart nach den Sommerferien gehören Vokabeln pauken, Einmaleins bimsen, Hausaufgaben, vielleicht Nachhilfe und der ein oder andere Eintrag ins Klassenbuch wieder zu ihrem Alltag. Letzterer könnte auch denjenigen in der Verwaltung drohen, die dafür verantwortlich sind, dass die Schulgebäude in Ordnung gehalten werden

Den Kindern rauchen seit drei Wochen wieder die Köpfe. Mit dem Schulstart nach den Sommerferien gehören Vokabeln pauken, Einmaleins bimsen, Hausaufgaben, vielleicht Nachhilfe und der ein oder andere Eintrag ins Klassenbuch wieder zu ihrem Alltag. Letzterer könnte auch denjenigen in der Verwaltung drohen, die dafür verantwortlich sind, dass die Schulgebäude in Ordnung gehalten werden. Denn da wurde nicht erfüllt, was eigentlich bis zum Ende der Sommerferien erledigt sein sollte. Egal, wer nun dafür verantwortlich ist: Die Firmen, die angesichts der Auftragsfülle dank des Konjunkturpakets zwei nur wenig Zeit haben. Oder auch die ungeplanten Überraschungen, die in 50 Jahre alten Bauten, die saniert werden, entdeckt wurden. Wer in der Schule die Ziele nicht erfüllt, muss das selbst ausbaden mit schlechten Noten oder einer Ehrenrunde. Im Fall der Schulhäuser leiden die Kinder. Zum Beispiel in Kirrberg. Hier müssen die Klassen jetzt erst mal ausziehen. Wie zu hören ist, sollen sie im Ort auf verschiedene Gebäude verteilt werden. Was das Großprojekt an Grundschule, Kindergarten und Freiwilliger Ganztagsschule angeht, hätte man manchem ohnehin einen überzeugenderen Mathelehrer gewünscht. Denn nicht nur bei den Kosten hat man sich gehörig vertan, auch in anderer Hinsicht waren offenbar keine Rechenkünstler am Werk. In der Dependance mit etwa 90 Schülern bei 20 Erstklässlern werden inklusive Kindergarten um die 2,7 Millionen Euro ausgegeben, am eigentlichen Zentrum, der weitaus größeren Sonnenfeldschule, in der jetzt allein 79 Kinder eingeschult wurden, sind um die 850 000 Euro noch zu viel. Schade, setzen, sechs.

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