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BUND Altstadt sucht Helfer zur Pflege der Limbacher Sanddüne

Arbeitseinsatz : Helfer gesucht zur Pflege der Sanddüne

Die Arbeiten der Umweltschützer aus der Burggemeinde werden an diesem Samstag in Limbach bei geeignetem Wetter fortgesetzt.

Seine Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet Limbacher Sanddüne will der BUND Altstadt-Kirkel-Limbach mit der gebotenen Vorsicht (Abstand auch im Freien) bei geeignetem Wetter am Samstag, 30. Januar, ab 14 Uhr, und den folgenden Samstagen fortsetzen, schreibt Gerhard Niklas vom BUND.

„Vor allem am vergangenen Samstag konnten wir, nachdem der Schnee der vergangenen Woche geschmolzen war, an verschiedenen Stellen die kleinen Kostbarkeiten, die eigentlichen Nutznießer der Pflegearbeiten im Frühstadium oder als getrocknete Mumie vom Vorjahr beobachten: Frühlings-Spark, Bauernsenf, Bergsandglöckchen und Rentierflechte.“ Die vielen Insekten, die vor allem die freien, sonnenexponierten Sandflächen besiedeln (einzeln lebende Bienen, Wegwespen, Sandlaufkäfer und ihre Nutznießer) seien noch im Boden vergraben, geschützt und zeigten sich erst mit zunehmender Wärme ab etwa März.

Die Helfer des Arbeitseinsatzes treffen sich jeweils gegen 14 Uhr an der Straße, die durch dieses Naturschutzgebiet führt, oben auf dem Berg. Dies ist die Verlängerung der Straße Im Teich, die am Bliesberger Hof von der Zweibrücker Straße aus zum Naturschutzgebiet Limbacher Sanddüne abzweigt. Diese Pflegearbeiten (wir berichteten) erfolgen wie früher auch im Auftrag des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz und im Einverständnis mit den Flächeneigentümern und der Gemeinde. Ziel dieser Arbeiten ist in erster Linie die Förderung der seltenen Sandrasen- und Heidefluren durch Offenhalten der Flächen.

Konkret heißt dies, dass in den Sandrasenflur-Bereichen der Boden durch Entfernen von Gehölzjungwuchs, Besenginster, Brombeeren und aufliegender Biomasse möglichst mager und sonnenexponiert gestaltet/gehalten wird, und die Heidefluren durch Entbuschen und vor allem durch Plaggen erhalten beziehungsweise vor Überalterung geschützt werden.

Als Plaggen bezeichnet man ausgestochene Stücke des Oberbodens – früher wurden so Heide- und Waldböden abgetragen und im Stall als Einstreu genutzt. Die mit tierischen Ausscheidungen angereicherten Einstreuböden wurden wieder ausgebracht und auf den Feldern als Dünger eingesetzt. Heideflächen, die unter Naturschutz stehen, werden als Pflegemaßnahme heute noch abgeplaggt. Das Plaggen der überalterten/ältesten Heidebereiche führt zu offenen unbewachsenen Sandflächen, auf denen sich wieder junge Heidebestände aus Samen heraus entwickeln können. Dabei wird so verfahren, dass die gesamte Heidefläche stückweise, nach und nach im Verlauf von etwa 15 Jahren bearbeitet wird, so dass zukünftig nebeneinander die verschiedenen Altersstufen vorliegen.

Die Pflege durch die BUND-Ortsgruppe erfolgt umweltschonend vor allem durch Handarbeit und ist dadurch auch auf kleinere Parzellen leicht abzustimmen, heißt es weiter.

Alle Interessierten, die mithelfen wollen, dieses besondere und im Saarland einzigartige Biotop in Limbach attraktiv zu erhalten und dabei auch dieses Naturschutzgebiet näher kennen lernen wollen, sind herzlich willkommen. Sie sollten hierfür feste Schuhe, Arbeitshandschuhe und – falls möglich – eine kräftige Hacke (zum Beispiel Wiedehopfhacke; diese werden in begrenzter Anzahl von der BUND-Ortsgruppe gestellt) mitbringen.

Zur besseren Planung werden Interessenten  gebeten, sich   unter Telefon (0 68 49) 2 49 anzumelden.