Blues trifft auf Blasmusik

Limbach. Wenn Blasmusik bayrischer Prägung auf den Blues und die afroamerikanischen Klänge der Sklaven-Nachfahren im Süden der USA treffen: Wer sich zu Gemüte führen möchte, was bei der Verquickung dieser unterschiedlichen Stile herauskommt, der ist am kommenden Sonntag, 23. August, 11 Uhr, in der Limbacher Mühle an der richtigen Adresse

Limbach. Wenn Blasmusik bayrischer Prägung auf den Blues und die afroamerikanischen Klänge der Sklaven-Nachfahren im Süden der USA treffen: Wer sich zu Gemüte führen möchte, was bei der Verquickung dieser unterschiedlichen Stile herauskommt, der ist am kommenden Sonntag, 23. August, 11 Uhr, in der Limbacher Mühle an der richtigen Adresse. In dem historischen Gemäuer an der Blies gastiert nämlich die Washboard Jazz Band. Von New Orleans bis Chicago reicht das Spektrum jener Stücke, die das neunköpfige Ensemble im Repertoire hat. Schau- und Hörplatz des Gastspieles ist der gepflasterte Innenhof der Mühle, der dank seiner speziellen Akustik ein besonderes Konzertabenteuer verspricht. Die Formation hält es mit dem Jazz in seiner ursprünglichen Form: Das Programm umfasst den Ragtime der vorletzten Jahrhundertwende, den New-Orleans-Jazz der 1920er-Jahre, den Charleston nicht zu vergessen, bis hin zum bahnbrechenden Swing, wie er im Chicago und dessen Gangstermilieu bis in die "Dreißiger" gängig und eingängig war.Akzente setzt die Washboard Jazz Band gerade in dieser Stilrichtung, wobei die solistischen Improvisationen immer wieder für Überraschungen gut sind. Trompete (Andreas Wentz), Posaune (Volker Wentz) sowie Klarinette und Altsaxofon (Gerd Regitz) bilden die Frontline auf der Bühne. Für den authentischen Groove sorgen als Rhythmusgruppe Hans Peter Schuh an der Gitarre, Michael Solbach am Schlagzeug, Manfred "Bingo" Binkle am Banjo sowie Herbert Schmitt mit seinem imposanten Sousaphon (eine Form der Tuba, die Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative des amerikanischen Komponisten John Philip Sousa gebaut und dann auch nach ihm benannt wurde). Das vokale Sahnehäubchen obendrauf steuern schließlich die beiden Sängerinnen Claudia Thinnes und Marika Vilics bei. Im Programm der Washboard Jazz Band finden sich Evergreens und Gassenhauer wie "Oh When the Saints", "Sweet Georga Brown", "Bourbon Street Parade", "Ice Cream", "Tiger Rag", "Hello Dolly" oder auch "Mackie Messer" aus Berthold Brechts "Dreigroschenoper". bam