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Zuschussbescheid Gärten mit Geschichte in Blieskastel

Blieskastel : Auf den Spuren einer spannenden Geschichte

Staatssekretär Krämer übergab den Bescheid für die einheitliche Beschilderung der Gärten mit Geschichte im Saarpfalz-Kreis.

Die insgesamt 15 Gärten und Parkanlagen mit Geschichte im Saarpfalz-Kreis sind ab sofort einheitlich beschildert. Möglich macht dies die finanzielle Unterstützung durch Geld der EU und des Landes, für das Staatssekretär Roland Krämer vom Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz in den Klosteranlagen von Blieskastel einen Zuschussbescheid an den Verbandsvorsteher der Saarpfalz-Touristik, Landrat Theophil Gallo, überreichte.

„Das Ziel des Projektes ist es, die gemeinsame touristische Vermarktung als ,Netzwerk der Gärten mit Geschichte’ durch das Aufstellen von einheitlichen Informationsschildern zu stärken. Die Besucher können sich vor Ort über die verschiedensten Gärten in der Region informieren, zusätzliche Anregungen erhalten und nach Lust und Laune weitere Gärten besuchen“, freute sich Theophil Gallo im Beisein von Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und der Kulturbeigeordnete der Stadt Homburg, Raimund Konrad.

Ob feudalherrschaftliche, kulturhistorische oder beschauliche Gärten – die Auswahl in der Saarpfalz und der Biosphäre Bliesgau sei groß und die Geschichten dahinter spannend und vielschichtig. „Die insgesamt 15 Parkanlagen befinden sich in unterschiedlichen Gestaltungs- oder Pflegezuständen und jeder Garten hat seine eigene ,Biografie’. So befinden sich im Klostergarten in Blieskastel szenische Darstellungen aus der religiösen Geschichte wie beispielsweise die figürliche Darstellung der Predigt des heiligen Franziskus an die Tiere, die bereits gartenintern mit einem Leit- und Informationssystem von Bernhard Becker vom Fachbereich Kultur und Heimatpflege des Saarpfalz-Kreises ausgestattet wurden“, stellte der Landrat heraus und nannte weitere Gärten. „Bei der ,Karlslust’ im WaldPark Schloss Karlsberg in Homburg-Sanddorf etwa sind sämtliche Bauten verschwunden, aber die gartenkünstlerischen Formationen noch vorhanden. Der 1951 angelegte Blumengarten Bexbach sollte den Menschen in der Nachkriegszeit als Mustergarten und somit als Quelle der Freude und Entspannung für die ganze Familie dienen – ein Alleinstellungsmerkmal. Das Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld bei Wittersheim, um ein weiteres Beispiel für das breite thematische Spektrum zu nennen, möchte mit seinem Ensemble von Gärten, nämlich Obst- und Beerengarten, Rosen- und Bauerngarten oder einen Weinberg Kulturlandschaftsgärten präsentieren, um damit wesentliche Ausschnitte der Kulturlandschaft des Bliesgaus widerzuspiegeln.“

Auf den insgesamt 27 touristischen Informationstafeln, die mit dem Logo der Gärten mit Geschichte ausgestattet sind, finden die Besucher Informationen zum Netzwerk der 15 Gärten mit entsprechender Übersichtskarte sowie eine konkrete Objektbeschreibung des jeweiligen Parks oder Gartens. „Durch die gemeinsame Präsentation und touristische Vernetzung werden wir die Betreiber motivieren, ihre Park- beziehungsweise Gartenanlagen weiterzuentwickeln und für die Gäste attraktiv zu gestalten. Das Projekt setzt Impulse für eine innovative Regionalentwicklung und einen nachhaltigen Tourismus im Saarpfalz-Kreis und der Biosphäre Bliesgau“, so Landrat Theophil Gallo. Die Informationstafeln ergänzten in idealer Art und Weise die bisherigen Aktivitäten für die touristische Vermarktung wie zum Beispiel den jährlich publizierten Veranstaltungskalender für die Gärten mit Geschichte mit seinen rund 40 Führungen und fünf verschiedenen Radtouren.

Wie Wolfgang Henn von der Saarpfalz-Touristik mitteilte, wurde der Förderantrag von der Saarpfalz-Touristik bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Biosphärenreservat Bliesgau gestellt. Diese bewertete den Antrag positiv und leitete ihn zur Förderung an das Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz weiter. Auch im Ministerium wurde die touristische Vernetzung der Gärten mit Geschichte positiv bewertet, sodass eine Zuwendung aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes – ELER) nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum der Jahre 2014 bis 2020 gewährt wurde. „Das von Bernhard Becker entwickelte Gärten-Projekt ist ein Mosaikstein im Bereich der Touristik im gesamten Saarland“, lobte Staatssekretär Roland Krämer den Ideengeber. Er betonte abschließend, dass er die Schönheiten der Biosphärenregion gut kenne, über die Zahl 15 der tollen Parkanlagen sei er jedoch überrascht.