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Windkraft in Blieskastel: CDU Saarpfalz gegen Zerstörung der Wälder

Diese Diskussion ist noch lange nicht beendet : „Windkraft – nur mit klaren Spielregeln“

Die CDU Saarpfalz spricht sich gegen die Zerstörung der wenigen vorhandenen Wälder im Bliesgau aus.

Das Thema Windkraft in Blieskastel wird auch nach vielen Wochen noch heftig diskutiert. Und nun, beim digitalen „kleinen Parteitag“ der CDU Saarpfalz, dem sogenannten Kreisausschuss, gab es hierzu klare Ansagen. Die Christdemokraten verabschiedeten hierbei ein Grundsatzpapier zu Anforderungen an die Energiewende – in der Biosphärenregion Bliesgau.

„Wir haben uns auch in der Vergangenheit stets für eine gemeinschaftliche Weiterentwicklung der Biosphärenregion Bliesgau mit und für die hier lebenden Menschen, die Landbesitzer und -nutzer ausgesprochen“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Alexander Funk. „Angesichts der jüngsten Vorstöße zum Ausbau der Windkraft in der Biosphäre braucht es aus unserer Sicht klare Spielregeln.“ In dem Beschlusspapier fordert der Kreisverband, dass „die hier lebenden Menschen konsequent, transparent und über das gesetzliche Mindestmaß hinaus beteiligt werden, bevor grundsätzliche Beschlüsse zur Planung weiterer Wind-Vorrangflächen gefasst werden.“ Damit stützt der Kreisverband die Position, die die CDU Stadt- und Gemeindeverbände Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal, in der vergangenen Woche veröffentlichten (wir berichteten).

In der Diskussion im Bliesgau waren vor allem kommunale Flächen in den Blick gerückt, die sich in den Höhenlagen fast ausnahmslos in Waldgebieten befinden. „Hier entsteht ein erkennbarer Druck zur Bebauung wertvoller historischer Waldflächen des Bliesgaus durch Windräder. Das sehen wir als CDU extrem kritisch“, so die Blieskasteler Landtagsabgeordnete und stellvertretende Kreisvorsitzende, Jutta Schmitt-Lang.

In ihrem Positionspapier spricht sich die CDU Saarpfalz daher auch klar gegen eine Zerstörung der wenigen vorhandenen Wälder im Bliesgau zum Ausbau erneuerbarer Energien aus. Dies gilt in besonderem Maße für historisch alte Waldstandorte. „Die heutigen Restwälder waren vermutlich seit der letzten Eiszeit immer Wald und bergen den letzten Restbestand an ursprünglichen, unbelasteten Böden“, heißt es im CDU-Papier. „Es wäre auch im Sinne des Klimaschutzes absurd, ursprünglichen und voll intakten Waldboden zu opfern, der hohe Kohlenstoffmengen bindet.“ Damit bleiben die Christdemokraten auch der Linie der Saar-CDU der letzten Jahre treu.

Die CDU-Saarpfalz bekennt sich auch weiterhin zum Wandel hin zu klimaneutraler Energiegewinnung im Kreis. Gerade in der Biosphärenregion müssten sich aber alle der besonderen Verantwortung für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und Landschaftsbild bewusst sein. Es sei darüber hinaus Grundgedanke der Biosphäre, sie gemeinsam mit den Bürgern zu entwickeln. Diesem Gedanken seien alle Akteure verpflichtet.