Wenn der Teufel Würstchen grillt

Über 30 Marktbeschicker hatten sich am 11. November auf dem Paradeplatz eingefunden um beim Mondscheinmarkt dabei zu sein. Dem Datum angepasst wurde viel Weihnachtliches angeboten und vor allem allerlei für Kehle und Magen.

Der elfte Tag im November ist schon ein sehr besonderer Tag. Während man auf dem Weg zur Altstadt in Blieskastel noch an Laternenumzügen vorbeikam, wo die Kinder das Lied vom heiligen Martin anstimmten, tauchte man beim Mondscheinmarkt auf dem Paradeplatz in eine gänzlich andere Welt. Denn ein "närrischer" Mondscheinmarkt war angekündigt an diesem "elften Elften". Die Markthändler leicht "verboozt", und auch der eine oder andere Marktbesucher hatte seine rote Narrennase aufgesetzt.

Doch so richtig närrische Stimmung wollte nicht aufkommen, so kurz vor der nahenden Adventszeit und bereits mit reichlich weihnachtlichem Angebot bei den Markthändlern. Aber wie dem auch sei, man hatte sich angestrengt, wollte eine besondere Atmosphäre bieten. Die Gäste jedenfalls strömten in Scharen, auch bei dieser November-Ausgabe des Mondscheinmarktes war der Andrang groß. Und ebenso breit gefächert war auch das Angebot der über 30 Marktbeschicker. Alles was die heimische Tierwelt an Verwertbaren hergibt oder produziert, gab es da zu kaufen. Ob Biosphären-Honig von ökologisch geschulten Bienen aus der Region oder Pferdesteaks vom Saarbrücker Pferdemetzger Bobenrieth, Lamm- und Ziegenfleisch oder -wurst und Wildspezialitäten, alles war in der breiten Angebotspalette der Mondschein-Händler zu haben. "Es ist schon eine Menge Arbeit", stöhnte zwar Andreas Marschall.

Er ist der Marktorganisator und versucht, immer ein breites Angebot zusammenzustellen. Aber dann konnte er auch zufrieden sein: Das Angebot ist reichhaltig, für jeden etwas dabei. Und auch bei ihm am Stand lief es gut: Ständig waren neue Kunden da, er musste erklären und beraten. Salami und Schinken hat Marschall im Angebot, luftgetrocknet aus Spanien oder Frankreich. In allen Geschmacksrichtungen, mit Pfeffer oder mit Feigen, dick oder eher etwa dünner.

Und weil man "närrisch" sein wollte, gab es - gesponsert von den Händlern - zweihundert "Fasekichelcher" für die Kinder umsonst. Und wie bei jedem Mondscheinmarkt ist eine Ecke des Paradeplatzes immer ein besonderer Anziehungspunkt: Die Biesinger Marktfrauen, an diesem närrischen Abend mit riesigen Hüten unterwegs, hatten wieder besondere Kreationen anzubieten. Da konnte man Crémant mit hausgemachten Himbeerlikör genießen oder heißen Eierpunsch, zudem auch noch einen hausgemachten Erdbeer-Eierlikör-Cocktail. Neu bei diesem Mondscheinmarkt auch Jahn Dunglas aus Kirchheim an der Mosel, der eine breite Palette von Essigen und Ölen in einem hübsch aufgemachten Marktstand anbot. Ebenso mondän die große Espresso-Bar mitten auf dem Paradeplatz.

Neu im Markt-Sortiment auch die Seifensteine von Helga Walter. Die Pirmasenserin bietet verschiedene Steine an, mit denen man sich waschen, aber auch unangenehme Gerüche vertreiben kann. Dazu bietet sie "normale" Seifen und Duftöle, etwa in den Variationen Lavendel, Ambre, Verveine oder Heliotrop, an.

Und natürlich mit im Angebot auf dem Markt viel Weihnachtliches, dazu auch gebrannte Mandeln oder heiße Maronen. Ob nun närrisch oder vorweihnachtlich, es blieb den Gästen überlassen, wie sie es lieber mochten.