Wenige Ausrutscher im Schnee

St. Ingbert/Bliestal. Der anhaltenden Schneefall verwandelte gestern viele Straßen und Wege in der Region in ungemütliche Pisten. Auch dank des Dauereinsatzes der Räumfahrzeuge gab es jedoch fast keine gravierenden Folgen. Bis zum Abend registrierte die St. Ingberter Polizei zwei witterungsbedingte Unfälle

St. Ingbert/Bliestal. Der anhaltenden Schneefall verwandelte gestern viele Straßen und Wege in der Region in ungemütliche Pisten. Auch dank des Dauereinsatzes der Räumfahrzeuge gab es jedoch fast keine gravierenden Folgen. Bis zum Abend registrierte die St. Ingberter Polizei zwei witterungsbedingte Unfälle. Bei den Ausrutschern von Pkws in der Südstraße sowie in der Dammstraße blieb es bei Blechschäden. Gegen Mittag hingen zudem drei Lkw auf der Autobahn-Abfahrt St. Ingbert-Mitte fest, weil ihre Allwetter-Reifen auf Schnee versagten.Auch im Bliestal blieb das angesichts der starken Schneefälle gestern zu befürchtende Verkehrschaos aus. Der Polizei in Blieskastel waren bis zum Abend trotz starker Behinderungen insbesondere auf den Nebenstraßen sieben Unfälle mit Blechschäden bekannt. Ein Auto rutschte gegen 8.45 Uhr zwischen Seelbach und Niederwürzbach in den Graben. Der 23-jährige Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Weniger Glück hatte eine 21-Jährige aus Homburg. Sie rutschte nur kurze Zeit zuvor in Bierbach in der Pfalzstraße nach einem Bremsmanöver mit ihrem Pkw auf der glatten Fahrbahn gegen ein geparktes Fahrzeug. Gegen 10.30 Uhr rutschte in Niederwürzbach ein Citroën Saxo gegen eine Straßenlaterne. Ein weiterer Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr. Auf der Landstraße von Niederwürzbach nach Hassel rutschte ein 20-Jähriger mit einem Firmenfahrzeug im Bereich der so genannten Spick in den Graben. Ebenfalls im Graben landete gegen 17 Uhr ein junger Mann auf der L 103 bei Blieskastel-Böckweiler. Zwei Stunden später musste ein Fahrer einem Bus bei Ommersheim ausweichen, der über die Mittellinie hinausgekommen war, und rammte den Bordstein. Um vermutlich einem Reh auszuweichen, landete gegen 19.30 Uhr ein weiterer Autofahrer im Graben. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zum Problemfall entwickelte sich allerdings im Laufe des Tages die Bundesstraße 423 am Biesinger Berg bei Blieskastel. Dort hatten Lkw erhebliche Probleme beim Anstieg. Die Polizei erwog sogar, die Strecke für Lkw zu sperren. Relativ entspannt war gestern die allgemeine Lage an den weiterführenden Schulen in St. Ingbert und im Bliestal. Trotz des beständigen Schneefalls hatte man nur wenige wetterbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Die Busse fuhren bis auf wenige Ausnahmen und lediglich leichte Verspätungen waren an der Tagesordnung.Früher nach Hause Vorsorglich hatten sich die Leiter einiger Schulen entschlossen, die Kinder früher nach Hause zu entlassen, da vor allem Richtung Mandelbachtal glatte Straßen drohten. So schickte das St. Ingberter Albertus-Magnus-Gymnasium nach Telefonaten mit besorgten Eltern Kinder früher heim. Auch an der Erweiterten Realschule im Schmelzerwald und an der Albertus-Magnus-Realschule erklang die Schlussglocke bereits für alle nach der sechsten Stunde. Das Blieskasteler Von-der-Leyen-Gymnasium vermeldete ebenfalls nur vereinzelte Ausfälle sowohl von Schüler- als auch von Lehrerseite. Und die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in Blieskastel durften wegen der erhöhten Unfallgefahr nicht nur ihre Pausen im Schulhaus verbringen, sondern wurden auch einige Minuten früher rausgeschickt, damit niemand auf dem Weg zum Bus rennen musste und sich womöglich verletzen könnte. An der Gesamtschule Gersheim musste vormittags ein Bus aus Rilchingen-Hanweiler seine Fahrt abbrechen und wieder umkehren. Ansonsten seien alle, wenn auch etwas verspätet, gut angekommen. Dass gestern in Notfällen trotz der widrigen Witterung schnell geholfen wurde, berichtete Wolfgang Faubel aus Hassel. Dieser hatte in seinem Haus in der Bliesstraße gegen 8.30 Uhr eine undichte Wasserleitung entdeckt. Schon eine halbe Stunde später waren Mitarbeiter der Stadtwerke bei ihm und kaum weitere 30 Minuten später war alles erledigt. "Hut ab, dass die Stadtwerke so prompt gehandelt und Schnee und Eis nicht als Ausrede genutzt haben." cas/mal/schet

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