Weihnachtsmarkt vorverlegt

Tatsächlich ist es bisher in Blieskastel wohl nicht aufgefallen, dass an Totensonntag keine Märkte stattfinden dürfen. Diesmal hat man aber daran gedacht und den Markt in der Orangerie vorverlegt.

Der vorweihnachtliche Markt in Blieskastel findet in diesem Jahr wegen des Totensonntages nicht samstags und sonntags statt. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, die Veranstaltung um einen Tag nach vorne zu verlegen. Der Markt findet deshalb am Freitag, 18. November, von 14 bis 21 Uhr sowie am Samstag, 19. November, von 10 bis 18 Uhr in der Orangerie statt. In den vergangenen Jahren war der vorweihnachtliche Markt regelmäßig auch an Totensonntag . Warum diesmal nicht?

Wie Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, seien am Totensonntag keine Märkte erlaubt. Man habe sich in der Vergangenheit mit dem Thema "nicht auseinander gesetzt", es sei "niemandem aufgefallen", dass an Totensonntag der Markt in der Orangerie eigentlich nicht stattfinden dürfe. Genehmigungsbehörde für diesen Markt sei der Saarpfalz-Kreis, und man müsse das Verbot natürlich ab sofort beachten. Im Übrigen, so die Bürgermeisterin, sei man seitens der Stadtverwaltung sowieso schon dabei, für den vorweihnachtlichen Markt ein neues Konzept zu entwickeln. Sie hoffe, dass auch in diesem Jahr insbesondere freitagsabends und samstags die Besucher zu dem vorweihnachtlichen Treiben in der Orangerie kommen.

Ärgerlich für die Stadt sei, dass schon Werbeplakate für den Vorweihnachtsmarkt mit den falschen Veranstaltungstagen gedruckt seien, die jetzt auf die Schnelle mit den richtigen Terminen überklebt werden mussten, heißt es aus dem Rathaus. Nach Angaben des Saarpfalz-Kreises gilt an "stillen Feiertagen" wie Volkstrauertag und Totensonntag ein generelles Veranstaltungsverbot. Für Städte und Gemeinden habe es jedoch mit entsprechender Begründung die Möglichkeit gegeben, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Nach einem Erlass von Industrie- und Handelskammer (IHK) und dem Innenministerium dürften jedoch keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilt werden. Seit diesem Jahr halte sich der Saarpfalz-Kreis auf nachdrücklichen Hinweis strikt an diese Vorgehensweise. Der vorweihnachtliche Markt werde daher am Freitag und Samstag stattfinden. Wie die Blieskasteler Frauenbeauftragten Sandy Will als Veranstalterin mitteilt, verspreche der Markt auch bei dem vorgezogenen Termin wieder Weihnachtsstimmung und Lichterzauber. Stimmungsvolle Dekorationen in vorweihnachtlichem Flair um einen großen Christbaum und Verkaufsstände mit handwerklicher Kunst, viele ausgefallene Geschenkideen und weihnachtliche Köstlichkeiten würden die Besucher erwarten. Wie Sandy Will weiter mitteilt, sei es ein besonderer Markt von Frauen für Frauen, der zurückgehe auf die Idee, den Frauen von Blieskastel und Umgebung ein geeignetes Podium zu bieten, ihre zum größten Teil selbst gefertigten Waren einem großen Publikum vorzustellen. Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt statt.

Kleine, aber feine Essens- und Getränkeangebote laden zum Bummeln und Verweilen "in einem der schönsten Gebäude Blieskastels ein". Besucher sollten die Parkplätze in der Innenstadt und den Klosterparkplatz nutzen.

Infos bei der Frauenbeauftragten, Sandy Will, Tel. (0 68 42) 9 26-13 25, E-Mail: sandy.will@blieskastel.de.

Zum Thema:

Auf einen Blick Der Adventsbasar an der Schlosskirche findet wegen Totensonntag bereits am Freitag, 18. November, von 14 bis 21 Uhr und am Samstag, 19. November, von 10 bis 18 Uhr im Pfarrzentrum St. Sebastian Blieskastel , Schlossbergstraße 51, statt. Die Aussteller zeigen ihre Produkte von weihnachtlichen Dekorationen, handbemaltem Porzellan, Papier- und Bucharbeiten, Fotos, Patchwork- und Handarbeiten, Bären, Puppen, Holz- und Schnitzarbeiten, Seifen bis zu selbst gemachten Köstlichkeiten wie Konfitüren und Gebäck. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Für den Basar können an beiden Tagen Kuchenspenden im Pfarrzentrum ab 10 Uhr abgegeben werden. Auch die Kunstauktion des Kulturstammtischs Blieskastel "100 x 100" in der Bliesgaufesthalle wird vorgezogen. Die Versteigerung findet am Samstag, 19. November, um 18 Uhr statt. Es kommen mehr als 100 Kunstwerke unter den Hammer. Freitags gibt es um 19 Uhr eine Vernissage. ert