Wehrfahrzeuge richtig bedienen

Zwei Samstage und fünf Abende gingen drauf, aber es hat sich gelohnt: 24 Wehrangehörige aus Blieskastel und St. Ingbert absolvierten einen Maschinistenlehrgang zum Bedienen von Feuerwehrfahrzeugen.

Eine Woche lang stand die Feuerwehr für 24 Männer im Mittelpunkt: Während eines 35 Stunden-Maschinisten-Lehrgangs erwarben sie die Zulassung zum Bedienen von Feuerwehrfahrzeugen. Neben den planmäßigen Übungen und den Einsätzen bewiesen jetzt 24 Angehörige der Feuerwehren Blieskastel und St. Ingbert ein großes Engagement, als sie am Maschinisten-Lehrgang der Feuerwehr der Stadt Blieskastel teilnahmen. Der Lehrgang findet traditionell bei der Feuerwehr in Niederwürzbach statt, nicht zuletzt ist dies der Nähe zum Niederwürzbacher Weiher geschuldet, an dem das Fördern von Löschwasser trainiert wird. An zwei Samstagen und an fünf Abenden während der Woche drückten die 24 Männer die "Schulbank", um Feuerwehr-Löschfahrzeuge bedienen zu dürfen. "Mit Bestehen des Maschinisten-Lehrgangs erlangen die Feuerwehrleute das Fachwissen, um Löschfahrzeuge und die verladenen Gerätschaften richtig bedienen zu können", so der Stadtwehrführer der Feuerwehr Blieskastel, Michael Nehlig, über den Stellenwert des Lehrgangs.

Dabei stand neben den praktischen Einheiten am Niederwürzbacher Weiher jede Menge Theorie auf dem Lehrplan. So wurden die 24 Feuerwehrangehörigen von insgesamt 18 Ausbildern beider Gemeinden in den unterschiedlichsten theoretischen Bereichen unterrichtet. Rechtsgrundlagen, Unfallverhütung, Fahrzeug- und Motorenkunde sowie Wasserförderung über weite Wegstrecke standen ebenso auf dem Dienstplan wie theoretische Grundlagen zu Pumpenkunde, berichtet der Feuerwehr-Ausbildungsbeauftragte der Stadt Blieskastel.

Theoretische Grundlagen

Die praktischen Übungseinheiten begannen am ersten Samstag mit Stationsausbildung aller Lehrgangsteilnehmer um das Feuerwehrhaus. Standen an den Wochentagen im Blieskasteler Stadtteil Niederwürzbach Fahrzeug- und Gerätekunde für alle auf dem Lehrplan, konnten die erworbenen Kenntnisse an mehreren Abenden am Niederwürzbacher Weiher bei den Stationsausbildungen entsprechend weiter vertieft werden.

Die praktische Prüfung am zweiten Samstag war eine Großübung aller Lehrgangsteilnehmer im Waldgebiet hinter dem Annahof am Niederwürzbacher Weiher . Hier wurde mit verschiedenen Feuerwehrfahrzeugen der Wehren ein vorschriftsmäßiger Löschangriff mit einer Entfernung zwischen der Wasserentnahmestelle am Niederwürzbacher Weiher und der angenommenen Brandstelle von 1000 Meter im Wald aufgebaut.

Die besondere Schwierigkeit lag in der zu überbrückenden Höhendifferenz von fast 125 Meter. Mittels vier Feuerlöschkreiselpumpen in einer Reihenschaltung wurden pro Minute 800 Liter Wasser auf den Berg im Wald gepumpt.