Wehren aus Blieskastel und Volmunster übten gemeinsam

Deutsche und französische Wehrleute machen gemeinsame Sache : Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniert

In einer länderübergreifenden Partnerschaftsübung zeigten die freiwilligen Feuerwehren Blieskastel und die Kameraden aus dem französischen Volmunster vom „Departement Sapeurs-Pompiers de la Moselle“, dass die Zusammenarbeit im Einsatz funktioniert.

Aus Volmunster, kurz hinter Brenschelbach gelegen, machten sich die Wehrleute mit drei Fahrzeugen auf nach Blieskastel, um kurz vor Alschbach Menschenrettung und Technische Hilfeleistung zu üben. „Seit 2012 gibt es gegenseitige Besuche, vor zwei Jahren übten wir in Volmunster bei einem angenommenen Stallbrand einen Löschangriff auf einem Bauernhof“, erzählte Stadtwehrführer Michael Nehlig unserer Zeitung. Bei der aktuellen Übung wurde ein schwerer Verkehrsunfall angenommen, bei dem ein mit zwei Personen besetzter Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit von der Straße abkam und erst unter einer Schaufel eines in einer Sandgrube abgestellten Baggers zum Stehen kam. Eine Person war eingeklemmt, eine weitere im Innenraum eingeschlossen.

Blieskastels Löschbezirksführer Andreas Staudt und Gerätewart Hans-Peter Wachs gaben erste klare Anweisungen, die Verständigung klappte auf Anhieb. Und nach Kontrolle der Batterie, Abkleben der Scheiben zur Vermeidung von Scherben sowie dem Schaffen einer stabilen Lage des Unfallwagens – wegen der beiden Verletzten – konnte das Auto schnell geöffnet und die beiden Personen schonend geborgen werden. „Die Kameraden aus Volmunster benutzten den hydraulischen Rettungssatz aus Schere und Spreitzer der Blieskasteler Kameraden, um auch mit den deutschen Gerätschaften vertraut zu werden. Parallel dazu übernahm das Tanklöschfahrzeug aus Volmunster den Brandschutz“, stellten Manfred Hartz, Mitglied der Blieskasteler Alterswehr, und der ehemalige Stadtwehrführer Wolfgang Nehlig als fachkundige Beobachter fest.

Die Zusammenarbeit klappte reibungslos“, zog Pascal Klein, französischer Kapitän (Wehrführer) zufrieden Bilanz. Ein Dank galt der Firma Lautzkircher Sand- und Natursteinwerk um Sven Hein, die das Gelände zur Verfügung stellte, ebenso den Bagger als Übungsfahrzeug. Lob gab es für die Blieskasteler Jugendwehr, sie mimte nämlich die Unfallopfer. Nach kurzer Nachbesprechung endete die Gemeinschaftsübung dann in der Feuerwache in der Bliesgaustraße auf saarländisch-französische Art zur Stärkung mit Schwenker und Baguette. „Die gelungene Übung und das Zusammenwirken waren ein wichtiges Signal an die Politik, das die beiden Feuerwehren mit solchen Übungen stärken und jederzeit unterstreichen wollen“, hielt Michael Nehlig abschließend fest.