Warmer Regen für Schlossmauer

Für Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener trägt der Abschluss des Projekts Schlossmauer zu dem „insgesamt wunderbaren Anblick unserer Stadt“ bei. Auch das riesige Gerüst ist inzwischen Geschichte.

Mit diesem riesigen Bagger waren im Januar 2011 Bäume, Steine und Geröll an der Schlossmauer entfernt worden, die auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern eingestürzt war.

Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon hat an Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener einen Zuschussbescheid in Höhe von 120 000 Euro übergeben. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, handele es sich um eine Förderung zur Altstadtsanierung, die zusätzlich zur Verfügung gestellt wurde. Da dieses Geld noch in diesem Jahr für laufende Projekte ausgegeben werden müsste, habe sich die Sanierung der Schlossmauer angeboten, "womit das Projekt nun auch vorläufig abgeschlossen werden konnte", so die Bürgermeisterin gegenüber unserer Zeitung. Die zusätzliche Förderung komme nicht unmittelbar dem Stadtsäckel zu Gute, da sie im Rahmen des Projektes an den Saarpfalz-Kreis durchgereicht werden müsse. Über die Kreisumlage profitiere jedoch dann auch die Stadt Blieskastel indirekt davon, so die Stadtverwaltung. "In bin froh, dass nun die über den Dächern unserer schönen Altstadt von Blieskastel erstrahlende Schlossmauer das Gesamtentree historischer und barocker Bauten komplettiert und somit zu einem insgesamt wunderbaren Anblick unserer Stadt beiträgt.", so Annelie Faber-Wegener.

Ein gewaltiges Baugerüst hatte lange Zeit den Blick auf den Blieskasteler Schlossberg verstellt. Nach umfangreichen und komplizierten Sanierungsarbeiten an der Mauer konnte schließlich in diesem Jahr die Großbaustelle in der Barockstadt abgeschlossen werden. Wie der Saarpfalz-Kreis mitteilt, sei die Mauer befestigt und das Erdreich dahinter verfüllt worden, so dass nach der endgültigen Bauabnahme das Gerüst abgebaut werden konnte. Der Kreis hatte in Kooperation mit der Stadt Blieskastel die Arbeiten durchgeführt. Rund 460 000 Euro, davon 200 000 Euro für das Gerüst, hätte die Sanierungsmaßnahme gekostet, heißt es aus dem Homburger Landratsamt.

Am 14. Januar 2011 waren gegen 9 Uhr Teile der Schlossmauer in der Kardinal-Wendel-Straße neben der Gaststätte "Alt Schmidd" eingestürzt. Dabei waren durch Gesteinsbrocken das Dach des Nebengebäudes der Gaststätte durchschlagen sowie Garagen und zwei Autos beschädigt worden. Personen wurden nicht verletzt. Der Bereich unmittelbar an der Bundesstraße 423 war sofort von der Blieskasteler Polizei und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs abgesichert und der Verkehr umgeleitet worden. Ursache des Einsturzes waren Wasser- und Frostschäden zwischen Gesteinsschichten. Ein Riesenbagger hatte dann drei Tage später Steine und Bewuchs an der eingestürzten Schlossmauer beseitigt. Kommunalpolitiker hatten im Laufe der Jahre immer wieder gefordert, die Sanierungsarbeiten müssten schneller vorangehen.