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Walter Fath ist jetzt im Club der Hunderter

Walter Fath ist jetzt im Club der Hunderter

Blickweiler. Walter Fath aus Breitfurt gehört als einer der wenigen Saarländer dem DRK- Club der 100er an: Seit 1968 nämlich hat Fath 100 Mal Blut gespendet. Beim DRK-Ortsverein Blickweiler, dem Pionier der Blutspende im Saarland, gab es dafür in der Kulturhalle eine selten verliehene Auszeichnung

Blickweiler. Walter Fath aus Breitfurt gehört als einer der wenigen Saarländer dem DRK- Club der 100er an: Seit 1968 nämlich hat Fath 100 Mal Blut gespendet. Beim DRK-Ortsverein Blickweiler, dem Pionier der Blutspende im Saarland, gab es dafür in der Kulturhalle eine selten verliehene Auszeichnung. Der DRK-Ortsverein Blickweiler ist Pionier der Blutspende im Saarland, denn er war der erste, der seit Juni 1965 regelmäßig Blutspendetermine durchführte. Nachdem DRK und Feuerwehr 1964 erstmals mit 30 Personen nach Thaleischweiler zu einer solchen Veranstaltung fuhren, war es Horst Utzinger, der mit viel Einsatz den Auftakt im Saarland organisierte. Damals kamen regelmäßig über 200 Spender, im Januar 1971 konnten der Spendenzentrale als Rekord 1510 Blutkonserven zugeführt werden. Heute kommen zu den vier Terminen jeweils noch 50 Menschen aus dem Bliestal. Fleißige Helfer seit Beginn sind neben Elisabeth Kihm, Ursel Schmitt, Elisabeth Harz und Hilde Exner (89) das Ehepaar Anneliese und Walter Hurth, der seine Anneliese für 60 Blutspenden auszeichnen durfte. Tochter Bettina als weitere Helferin freute sich mit den beiden. Beim jüngsten Termin waren Peter Ropönus, Harald Hebel, Werner Reichert, Gerd Dawo und Heidi Maurer bei den ersten. Ob mit der Gesundheit vor der Spende alles bestens ist, stellt der anwesende Arzt fest. In fünf bis zehn Minuten wird ein halber Liter des Lebenssaftes abgezapft. Ausruhen, ein Imbiss zur Stärkung -Walter Fath kennt die Prozedur seit 41 Jahren bereits. "Seit 1968 komme ich die Brücke über die Blies rüber zum Termin", erzählte uns der 69-Jährige Maurermeister. "Zu Beginn durfte man lediglich zweimal Blut spenden", blickt Fath zurück. "Heute bieten zwar viele DRK-Vereine solche Termine an, doch Blickweiler gefällt mir wegen der familiären Atmosphäre." Vor Fath bekamen in Blickweiler bereits Karl-Heinz Weber (Blieskastel), Elke Kaspar (Walsheim) und Winfried Moschel (Mimbach) die seltene 100. Auszeichnung.

HintergrundBlutspenden kann man ab 18 bis 69 Jahren. Deshalb bereiten die Veränderungen in der Altersstruktur unserer Bevölkerung auch den Blutspendediensten Probleme. Auf Grund des Alters scheiden Menschen aus dem Kreis der Aktiven aus, aber immer weniger junge Blutspender rücken nach, denn die Zahl der 18-Jährigen in Deutschland nimmt seit 1985 erheblich ab. Dagegen steigt mit dem Anteil der älteren Menschen auch der Blutbedarf. Infos zur Blutspende und über den DRK-Ortsverein Blickweiler: Walter Hurth, Telefon (06842) - 16 46. hh