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Waldschenke in Bierbach: Beliebter Treffpunkt für Leute aus Blieskastel und darüber hinaus

Idyll im Bierbacher Wald : Die Waldschenke ist urgemütlich

Idyll im Bierbacher Wald: Hier haben die Weselys 2018 eine Hütte übernommen, die mittlerweile beliebter Treffpunkt geworden ist.

Nico und Nadine Wesely verliebten sich schon vor einigen Jahren in die wunderschöne Wanderhütte am Ende des Dorfes. Für Neulinge etwas schwer zu finden: In Bierbach an der Blies nimmt man die Eckstraße und fährt bis zum Wanderparkplatz am Waldrand. Von dort aus hat man sein Ziel fast erreicht, nur ein paar Meter trennen von der Wanderhütte neben einem gepflegten Teich. Besonders im Sommer Idyll pur. Vor Jahren bewarben sich die beiden schon, um die Hütte, die dem Angelsportverein gehört, zu pachten. Damals kamen sie nicht zum Zug. Jahre später stand die Wanderhütte wieder leer, diesmal konnte sich der Angelsportverein für die beiden erwärmen. Eine gute Entscheidung, wie heute alle Beteiligten wissen.

Nico Wesely arbeitet hauptberuflich in verantwortlicher Position in einer Großküche. Seine Frau Nadine als Fachverkäuferin in einer Metzgerei. Von Lebensmitteln und dem ordentlichen Umgang damit haben beide also Ahnung. Und sie sehnten sich danach, in einer eigenen Wanderhütte zu zeigen, was sie können. Im November 2018 war es soweit. Sie öffneten erstmals die Waldschenke. So ganz Neuland war die Gaststätte für die beiden allerdings nicht, denn Nadines Opa führte sie schon vor vielen Jahren.

Am Anfang ging es steil nach oben. Riesiger Andrang, die Wanderer der Region waren glücklich, dass die traditionsreiche Waldschenke wieder geöffnet war. So steil blieb die Geschäftsentwicklung nicht, „wir standen auch schon mal vor der völlig leeren Hütte“, erzählt Nico Wesely. Fehler der Vorgänger mussten durch Qualität und Zuverlässigkeit wett gemacht werden. Sie haben es geschafft – heute kommen viele Wanderer, aber auch eine große Zahl von Stammgästen, die sogar einige Kilometer Fahrt auf sich nehmen, um die Gastlichkeit der Weselys zu genießen. Dabei ist Nadine Wesely die kommunikativere der beiden. „Ich kümmere mich lieber um die Küche, der Service ist die Stärke meiner Frau“, erzählt Nico Wesely.

„Viele Gäste beschert uns die Nähe zur Kurklinik. Gäste, die aus Neugier kommen und dann merken, wie schön es hier ist. Diese Menschen kommen dann immer wieder, sie sind zu lieben Freunden und Bekannten geworden“, erzählt der Hüttenwirt. Eine kleine Speisekarte stellt nur das Grundgerüst der Hüttenküche dar. Zusatzgerichte, je nach frischem Marktangebot, ergänzt auf schmackhafte Weise. Das kann leckeres Zanderfilet ebenso sein wie ein Piccata milanese oder ein Lachssteak. Vor kurzem haben die Weselys einen neuen Pizzaofen gekauft. Er ist jeden zweiten Freitag im Monat in Betrieb. Außerdem kommt öfters der große Smoker zum Zug, es gibt von Zeit zu Zeit überdies Burger oder Grillhaxen. Für Gruppen machen die Wirte spezielle Angebote, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Und es gibt sogar die Möglichkeit, einen der beiden Grillplätze zu mieten, wobei die Getränke stets über die Wanderhütte bezogen werden müssen. In guter Zusammenarbeit mit dem Angelsportverein wurde die Außenanlage um die Hütte ordentlich aufgehübscht. So macht es Freude, im Biergarten Essen und Getränke neben dem Teich zu genießen. Spezialitäten dabei auch in flüssiger Form: Das Weizenbier kommt von der Kuchelbauer Brauerei, die Weine kauft man beim Händler im Dorf. Die Schnäpse kommen aus dem nahen pfälzischen Altenkirchen.

Die beiden Weselys sind zufrieden, dass sie damals den Pachtvertrag unterschrieben. „Wir sind mit der Hütte verwachsen. Sie würde uns fehlen, ebenso wie die vielen lieb gewordenen Gäste.“ Das einzige Problem: „An den schönen Sommertagen arbeiten wir oft genug an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Wir haben richtig viel zu tun.“