Von Nabucco bis zum Earth Song

Das begeisterte Publikum erklatschte sich Zugaben: Beim Konzert des MGV Liederkranz zum Ende des Jubeljahrs 110 kam die Bandbreite des Repertoires zutage. Mit dabei: das Würzbacher Akkordeon-Ensemble.

Mit einem Chor- und Orchester-Konzert beendete der MGV Liederkranz Niederwürzbach sein Jubeljahr. "Wenn die Musik erklingt wie heut, ja dann hält es uns nicht mehr!", der Eröffnungstitel stand symptomatisch für das Konzert des Liederkranz mit dem Akkordeon-Ensemble Würzbach zum 110-jährigen Bestehen. Zuvor schon hatte Kilian Kleinpeter vom Verkehrsamt vor den Gästen in der Veranstaltungshalle der Mediclin Bliestal-Kliniken festgestellt, so voll wie bei diesem Konzert sei der Saal seines Wissen nach in diesem Jahr noch nie gewesen.

Das Publikum aus dem gesamten Bliesgau und Mandelbachtal, sowie extra angereiste Fans vom Bostalsee, vor allem aber Würzbacher und Patienten der Bliestal-Kliniken, zeigte sich begeistert von der Programmauswahl. Dieter Schnepp, der musikalische Leiter, konnte an diesem Sonntagmorgen aus dem Vollen schöpfen. Unter dem Titel "Wir haben tausend Lieder" hatte er in die Schatztruhe der Chorliteratur gegriffen und Lieder, von ihm arrangiert und von Kröll getextet, zu einem beschwingten Programm zusammengestellt.

Nach der gemeinsamen Eröffnung mit dem gesamten Chor und Akkordeon-Ensemble und dem lautmalenden Titel "Adiemus" zeigte das Akkordeon-Ensemble sein Können mit "Madeleine", einer Pariser Musette, dem irischen Traditional "Amanzing Grace", und mit Michael Jacksons "Earth Song" in einer gekonnten Akkordeon-Version. Mit dem Matinee-Titellied, "Wir haben tausend Lieder", stand anschließend der Frauenchor auf der Bühne, begleitet von Schnepp am Piano und Kröll auf der Mundharmonika. Weiter sangen die Damen "Hell so strahlt die Sonne", eine Elton-John-Melodie aus "König der Löwen", und zum Schluss den Alexandra-Titel "Sehnsucht" mit der Sopran-Solistin Heike Muys. Der Männerchor schwelgte in Erinnerung mit den Freddy-Quinn-Songs "Heimweh" und "Unter fremden Sternen", um anschließend den Vangelis-Titel "Conquest of Paradise" in der Bearbeitung von Schnepp und Kröll zu singen. Zum Schluss der Matinee sang der Gemischte Chor Danyel Gèrards "Butterfly" und die rhythmisch betonte brasilianische Habanera "Am Himmel, da funkeln Sterne". Mit dem gewaltigen Chor "Heimatliebe", eine Bearbeitung von Schnepp und Kröll nach Verdis Gefangenenchor, wollten sich Chor und Orchester verabschieden, doch die applaudierten sich stehend eine Zugabe, die die Vorsitzende Heike Muys mit dem passenden Titel "Dankeschön und Aufwiedersehen" auch gewährte.