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Volkshochschulen des Saarpfalz-Kreis starten erst nach den Ferien

Weiterbildung im Saarpfalz-Kreis : Kreisvolkshochschule beendet Kurshalbjahr

Wegen der Corona-Krise fallen die Kurse und Einzelveranstaltungen der Bildungseinrichtung im Saarpfalz-Kreis bis zu den Sommerferien aus.

Aufgrund der außergewöhnlichen aktuellen Situation werden die Kurse an der Kreisvolkshochschule (KVHS) des Saarpfalz-Kreises bis zu den Sommerferien nicht wieder aufgenommen. Auch Einzelveranstaltungen fallen bis auf Weiteres aus. Die Planungen für ein angepasstes Programm ab Herbst laufen, wie es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung heißt.

„Diese Entscheidung ist keine einfache, nimmt die Kreisvolkshochschule doch eine wichtige Aufgabe in der Weiterbildung und als sozialer Treffpunkt im Saarpfalz-Kreis wahr. Fest steht aber: Die Gesundheit geht vor. Wir tragen auch eine ethische Verantwortung, die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie unsere Dozentinnen und Dozenten zu schützen“, so Landrat Theophil Gallo.

Hinzu komme, dass ein entsprechendes Hygienekonzept nicht an allen Veranstaltungsorten mit der entsprechenden Teilnehmerzahl anwendbar sei, beziehungsweise mit dem Hygieneplan der Schulen in Konflikt gerate.

Kurse, die bereits begonnen hatten, werden in den kommenden Tagen abgerechnet. Dabei werden selbstverständlich nur Kursgebühren für die Termine berechnet, die stattgefunden haben. Bereits entrichtete Beiträge für ausgefallene Stunden werden zurückerstattet.

In der Zwischenzeit laufen die Vorbereitungen für das neue Programm ab September. Auch wenn derzeit noch nicht abzusehen sei, wie sich die globale Situation bis dahin entwickle, feile man an einem attraktiven und an die besondere Situation angepassten Angebot, das auch Onlinemedien mehr in den Fokus rücken solle, so Landrat Theophil Gallo weiter.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0 68 42) 92 43 10.

Damit schließt sich der Saarpfalz-Kreis dem Vorgehen der Stadt Homburg an. Bereits vor zwei Wochen hatte die Volkshochschule Homburg, die unter dem Dach der Stadt Homburg und nicht des Kreises läuft, bekannt gegeben, dass sie die Kurse und sonstigen Weiterbildungstermine beziehungsweise Einzelveranstaltungen vor den großen Ferien nicht mehr aufnehmen werde. Die VHS der Stadt ist in der Hohenburgschule untergebracht, in der noch weitere Institutionen beheimatet sind. Außerdem nutzt die Bildungseinrichtung Klassenräume der Paul-Weber-Schule, des Berufsbildungszentrums. Die Volkshochschule hat also, im Vergleich zu Einrichtungen dieser Art in anderen Städten, keine eigene Herberge. VHS-Leiter Willi-Günther Haßdenteufel kürzlich gegenüber unserer Zeitung: „Es bleibt die Frage, wie groß die Angst der Bevölkerung weiterhin vor einer potenziellen Ansteckungsgefahr ist, die natürlich auch in Kursen und Veranstaltungen der VHS gegeben wäre.“ Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das klassische VHS-Programm viele Risikogruppen (Alter 60 plus) anspreche. „Wir sind auch nicht in der Lage, die vom Ministerium geforderten Hygienevorschriften und Sicherheitsabstände in den Schulräumen, wo wir Gast sind, zu erfüllen. Wir haben auch eine moralische Verpflichtung gegenüber unseren Dozenten und Teilnehmern.“

Aufgrund dieser außergewöhnlichen Situationen würden die Frühjahrskurse abgerechnet. Die Gebühr für die nicht gehaltenen Stunden erstatte man den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zurück. Dozenten hätten die Möglichkeit, ihre Kursteilnehmer digital zu unterrichten, wenn Letztere diesem Verfahren zustimmten. Haßdenteufel hofft, dass das neue Schuljahr wie geplant im September beginnen kann. Bis dahin bittet er alle Beteiligten um Verständnis.

Somit beenden die großen Weiterbildungsinstitutionen in der Kreisstadt und den angrenzenden Kommunen des Kreises die Kurse, die bis zu den Sommerferien geplant warten – eine Fortsetzung ist für den Herbst geplant, falls die Corona-Krise den Verantwortlichen nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht.