Viel Lob für ehrenamtlich Tätige

Niederwürzbach · Das Feuerwehrgerätehaus in Niederwürzbach war am Sonntag proppenvoll beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins. Es gab viel Lob und Urkunden für ehrenamtliche Helfer, ein Abschiedsgeschenk für Ex- Landrat Clemens Lindemann und aus der Landespolitik berichtete Stefan Pauluhn.

 Stefan Pauluhn (rechts), SPD-Fraktionschef im saarländischen Landtag, war diesmal der Gastredner beim SPD-Neujahrsempfang im Feuerwehrgerätehaus in Niederwürzbach. Foto: Hans Hurth

Stefan Pauluhn (rechts), SPD-Fraktionschef im saarländischen Landtag, war diesmal der Gastredner beim SPD-Neujahrsempfang im Feuerwehrgerätehaus in Niederwürzbach. Foto: Hans Hurth

Foto: Hans Hurth

SPD-Vorstand Harald Pauly war bei dem sehr guten Besuch die Freude anzusehen. "Die offene und ehrliche Arbeit der SPD im Ort sowie die Art, wie wir den Bürgern Politik näher bringen, kommt an", hatte Pauly ausgemacht. Stefan Pauluhn , SPD-Fraktionschef im Landtag, blickte auf zweieinhalb Jahre parlamentarische Arbeit zurück. "Wir haben wichtige Eckpunkte der sozialen Politik über Orts- und Kreisebene erfolgreich durchgesetzt, so den Mindestlohn. Diese, auch dank der Arbeit an der Basis, große Errungenschaft hat nicht hemmend gewirkt, die Zahl der Beschäftigten ist trotzdem gestiegen", so Pauluhn.

Beim Tarif-Treuegesetz sei das Saarland Vorreiter, und eine feste Frauenquote sei eingeführt. "Wo Frauen an der Macht sind, wie in Niederwürzbach Petra Linz, funktioniert es." Die SPD im Land werde stets die Bedürfnisse der Bürger beachten und annehmen. Lob gab es für die ehrenamtlich Tätigen, die Stefan Pauluhn zu einem kostenlosen Ess- und Besuchstag in den Landtag einlud. Dort seien in der Koalition die Schuldenbremse und der Sparzwang wichtige Projekte gewesen. "Ab 2020 fließen 500 Millionen Euro in die Landeskasse. Dies sichert die Zukunft des Saarlandes, und auch die Kommunen profitieren."

Sicherung der Landes-Zukunft

Zum vierten Male in Folge sei das saarländische Wirtschaftswachstum größer als in der Bundesrepublik Deutschland, gab es Lob für die Arbeit von Ministerin Anke Rehlinger . Bei der inneren Sicherheit sei die Bildung von Bürgerwehren der falsche Weg. "Die Polizei muss gestärkt werden und nicht die Bürgerwehr. Ein Abbau der Polizei in der Fläche ist mit der SPD nicht zu machen, die Dienststellen müssen gesichert werden", so Pauluhn, der die innere Sicherheit und die Bildungsgerechtigkeit große Herausforderungen nannte und abschließend mitteilen konnte, dass auf Wunsch von Ortsvorsteherin Petra Linz die energetische Sanierung des Schulhauses zur Förderung angemeldet sei, das Land 80 Prozent Zuschuss zur 500 000 Euro teuren Maßnahme gewähre.

Nicht nur diese Nachricht freute Petra Linz. "Niederwürzbach und Seelbach haben ein gutes Jahr hinter sich, engagiert die Arbeit der Vereine, Gewerbe, Gastronomie, Organisationen und Gruppen. Wie viele Projekte unterstreichen, funktioniert unsere Dorfgemeinschaft bestens. Der Zuzug von jungen Familien und 19 Geburten in 2015 müssen ebenso erwähnt werden wie der Heimat- und Verkehrsverein, der wieder in ruhiges Fahrwasser kommt. Die Finanznot lässt uns im Ort zudem eng zusammenrücken."

Eigenleistungen der Bürger

Petra Linz sprach die Bürger-Eigenleistungen an, Urkunden gab es für die Paten der Verkehrsinseln, Anklang fand die Premiere eines Senioren-Oktoberfestes, auf den Friedhof kommt eine 36-Kammer-Urnenwand. Dass der Bergbau im Ort verwurzelt sei, zeigten die Beiträge des Saarknappen-Chores mit bislang 6000 Euro Erlös für den Stadtteil. Die Integration der Flüchtlinge im Ort klappe gut, 37 wohnen derzeit hier.

Ein Wermutstropfen: Der Abriss der alten Würzbachhalle stehe weiter aus, ebenso die Anschaffung eines eigenen Mähbootes. Mit einem Geschenk für Ex-Landrat Clemens Lindemann und einem Bergmannsfrühstück endete der kurzweilige Empfang.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort