Verregneter Sommer sorgte für mehr Schimmel in Häusern

Verregneter Sommer sorgte für mehr Schimmel in Häusern

Dem vergangenen Sommer, der viel Luftfeuchtigkeit in die Häuser getrieben hat, ist es zu verdanken, dass manche Hauseigentümer bereits im Herbst mit Schimmel zu kämpfen hatten. Energieberater geben in Blieskastel und St. Ingbert Tipps.

. Der Winter ist eigentlich die Hauptsaison für Schimmel. Im vergangenen Jahr haben sich jedoch viele Verbraucher bereits im Herbst und sogar schon im Sommer mit Schimmelproblemen an die Verbraucherzentrale gewandt, berichtet Werner Ehl, Bauphysiker und Energieberater der Verbraucherzentrale. Warum hat die Schimmelsaison dieses Jahr schon früher begonnen? "Das liegt an dem verregneten Sommer. Wir hatten draußen sehr oft eine hohe relative Luftfeuchtigkeit, die dann auch in die Häuser eindringt." Die Wände, Möbel und Fußböden nehmen die Feuchtigkeit auf, und es dauert sehr lange, bis diese wieder abgegeben wird. "Im Holz kann man zum Beispiel noch viele Tage bis Wochen lang diese erhöhte Feuchtigkeit messen", so der Energieberater. Aufgrund dieser in den Baustoffen gespeicherten Feuchtigkeit hat das Schimmelwachstum im vergangenen Herbst früher eingesetzt als sonst, obwohl die Witterung noch mild war. Die Ratsuchenden berichteten am häufigsten über Schimmel im Schlafzimmer.

Schimmel hinter Küchenmöbeln

Noch häufiger tritt Schimmel jedoch hinter Küchenmöbeln auf, nur ist er dort nicht sichtbar und fällt nicht direkt auf. Je nach Wohnsituation und Bausubstanz gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schimmelgefahr zu minimieren: Die wichtigsten Gegenmaßnahmen sind Heizen, Lüften und Entschärfen von Wärmebrücken. Welche Maßnahme im Einzelfall die richtige ist, kann nur durch eine individuelle Beratung ermittelt werden.

Sonst gibt man unter Umständen viel Geld für eine falsche Sanierung aus. Hier gilt die Regel: erst die Ursache feststellen, dann gezielt die richtige Gegenmaßnahme ergreifen.

Anmeldung zur Energieberatungen in: Blieskastel in der Volkshochschule, Am Schloss, Tel. (0 68 42) 92 43 10 oder (0681) 5 00 89 15; St. Ingbert im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203, Tel. (0 68 94) 130.