Verbandsumlage bleibt unverändert

Der Biosphärenzweckverband Bliesgau will das „Biosphärenhaus“ voranbringen. Die Stadt Blieskastel wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Standorte ausloten.

Die Verbandsversammlung des Biosphärenzweckverbands, zu dem auch Kleinblittersdorf gehört, hat im Blieskasteler Rathaussaal den Wirtschaftsplan für 2017 verabschiedet. Er hat ein Volumen von knapp 500 000 Euro. Wichtig ist, dass die Verbandsumlage nicht verändert wurde.

Die Versammlung wandelte die bisherige Projektstelle für Partnerprojekte oder -initiativen in eine unbefristete Stelle um, die dieser Tage ausgeschrieben wird. Diese Partner-Initiative ist eine vertraglich geregelte Kooperation zwischen dem Biosphärenzweckverband, Unternehmen, Dienstleistern oder Privatpersonen aus der Region. Ziel ist es, gemeinsam eine nachhaltige touristische Entwicklung voranzutreiben, die Geld bringt und zugleich die Umwelt schont. Die Partner präsentieren sich als Botschafter des Biosphärengedankens, Qualitätsanbieter mit besonderem Service, sind besonders umweltfreundlich und engagieren sich regional. Die Partner werden ausgezeichnet mit einem besonderen offiziellen Partner-Logo, sind eingebunden in ein Partnernetz und werden in die bundesweite Kommunikation des Netzwerks der Partner-Initiativen in Deutschland einbezogen.

Im Biosphärenreservat Bliesgau gibt es derzeit 43 Partner. Natur- und Landschaftsführer gehören ebenso dazu wie Bauern und Lebensmittelhersteller, Streuobstverarbeiter, touristische Infostellen und Museen, Gaststätten, Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen und Gästeunterkünften.

Weiterer Beratungspunkt in der Zweckverbandsversammlung war das Biosphärenfest 2017 im Europäischen Kulturpark Reinheim. Damit haben dann seit 2004 in jeder Kommune zwei Biosphärenfeste stattgefunden. Die dritte "Runde" dieser Feste beginnt 2018 in St. Ingbert. In Sachen Biosphärenhaus bereitet die Stadt Blieskastel derzeit eine Machbarkeitsstudie zur Prüfung von Standorten für das Biosphärenhaus in Blieskastel vor. Die Zweckverbandsversammlung gründete einen "Biosphärenhaus-Ausschuss", der die gesamte Planung des Biosphärenhauses leitet. Mitte November wird außerdem das Projekt "Junge Biosphäre" starten.

Ziel dieser Initiative wird sein, Beteiligungsmöglichkeiten für die jüngere Generation in der Biosphäre zu schaffen. Hinter dem Projekt stehen der Landesjugendring Saar, der Zweckverband, das ökologische Schullandheim in Gersheim und das Jugendamt des Saarpfalzkreises. Ein Mitarbeiter des Landesjugendrings soll wichtige Themen aufspüren und zeigen, wie Jugendliche sich einbringen können. Bei jährlichen Treffen tauschen die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Projektideen aus.

Die "Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau" fördert dieses Projekt im Rahmen des Saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum mit Geld der Europäischen Union und des Saarlandes.