Unruhiges Wochenende für die Feuerwehr Blieskastel

In vollem Einsatz : Plötzlich stand der Traktor in Flammen

Ein sehr unruhiges Wochenende haben die Wehrleute der Stadt Blieskastel hinter sich gebracht.

Viel abverlangt wurde den Wehrleuten der Stadt Blieskastel übers Wochenende So eilten, nach Angaben von Wehr-Pressesprecher Marco Nehlig, die Einsatzkräfte des Löschbezirks Blieskastel-Mitte gemeinsam mit den Kollegen des Löschbezirks Kirkel-Neuhäusel am Freitagabend gegen 19.30 Uhr zu einem brennenden Traktor auf der Landstraße L 113. Dessen Besitzer sprang, als er das Unglück bemerkte, schnell vom Fahrzeug und setzte einen Notruf ab. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand die Fahrerkabine bereits in hellen Flammen. Der Löschangriff erfolgte unter Atemschutz. Damit das C-Rohr bei den Nachlöscharbeiten besonders wassersparend eingesetzt werden konnte, kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Da auch Betriebsstoffe ausgelaufen waren, musste die Straße mit Ölbindemittel gereinigt werden. Nach einer Stunde war der Einsatz für die Blieskasteler Wehr erledigt. Die Kameraden aus Kirkel übernahmen die Verantwortung, bis die völlig zerstörte Landmaschine abgeschleppt war. Während der Löscharbeiten war die Landstraße voll gesperrt.

An der Einsatzstelle befanden sich die Polizei, die Wehrführer aus Blieskastel und Kirkel sowie sechs Einsatzfahrzeuge und insgesamt 36 Feuerwehrleute. In der Feuerwache in Blieskastel-Mitte und im Feuerwehrgerätehaus in Kirkel befanden sich während dessen weitere Einsatzkräfte auf Rufbereitschaft für eventuell weitere unvorhersehbare Ereignisse.

Kurz zuvor, so Marco Nehlig, war der Löschbezirk Blieskastel zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand nach Bliesdalheim gerufen worden. Glücklicherweise handelte es sich hierbei nur um einen Fehlalarm, so dass sich die Blieskasteler Drehleiter und der Einsatzleitwagen wieder in Richtung Heimat begeben konnten.

Am Sonntagabend kurz nach 19 Uhr wiederum wurden die Wehrleute des Löschbezirk Blieskastel-Mitte zu einem Verkehrsunfall auf der L 113 alarmiert. Die Unfallstelle befand sich kurz hinter dem Ortsausgang von Lautzkirchen Richtung Kirkel. Auf der viel befahrenen Landstraße kam aus bislang unerfindlichen Gründen ein Personenwagen von der Fahrbahn ab und kippte zur Seite. Das Fahrzeug wurde durch den Unfall erheblich beschädigt. Da sich der Fahrer glücklicherweise selbst befreien konnte, musste die Feuerwehr die Unfallstelle lediglich absichern. Damit Betriebsstoffe, etwa Motoröl, nicht weiter auslaufen konnte, stellten die Wehrleute den verunfallten Wagen wieder auf die Räder. Nach Rücksprache mit der Polizei musste die L 113 während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt bleiben.

An der Unfallstelle befanden sich die Polizei, ein Rettungswagen und die Feuerwehr aus Blieskastel-Mitte mit drei Einsatzfahrzeugen sowie 15 Feuerwehrleuten. Nach knapp 20 Minuten war der Einsatz für die Rettungskräfte beendet.

Mehr von Saarbrücker Zeitung