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Überwältigende Spendenbereitschaft nach Hausbrand in Alschbach

Die Menschen in Blieskastel stehen offenbar fest zueinander : Überwältigende Spendenbereitschaft

Riesengroße Unterstützung für eine fünfköpfige Familie, die durch ein Feuer ihr Zuhause verloren hat.

Ein flammendes Inferno, gegen das Dutzende von Feuerwehrleute mit aller Macht vergeblich ankämpften: Am Ende hatte eine fünfköpfige Familie ihr gesamtes Hab und Gut und vor allem ihr Zuhause verloren. Es war am Samstag, 30. Januar, als in Alschbach ein Haus in Brand geriet. Es fraß sich durch alle Räume, nichts blieb verschont. Aus. Ende. Das Schicksal hatte erbarmungslos zugeschlagen. Von jetzt auf gleich kein Dach mehr über dem Kopf – eine Tragödie, die jedermann fürchtet.

Aus. Ende? Keineswegs. Denn sowohl die Stadtverwaltung Blieskastel sowie Ortsvorsteher Karl-Heinz Trautmann hatten die Bürgerinnen und Bürger zu Spenden aufgerufen. Und vor allem auch der Dorfverein Alschbach. Dieser, gegründet im Jahr 2012, hat aktuell 127 Mitglieder – und das bei nur 577 Einwohnern. So gut wie jeder vierte Alschbacher ist dem Verein beigetreten – das zeugt von einem großen Zusammengehörigkeitsgefühl, das man in etlichen Kommunen suchen muss.

Mit der Vorsitzenden des Dorfvereins, Annemarie Hautz, haben wir aktuell geredet und sehr viel Erfreuliches erfahren. Sie spricht von einer überwältigenden Spendenbereitschaft für die vom Brand betroffenen Eltern und deren minderjährige Kindern. Geld wurde überwiesen, und auch jede Menge Sachspenden kamen da zusammen, Möbel, Haushaltsgeräte und anderes mehr. Die Familie habe auch inzwischen eine neue Bliebe gefunden – im Stadtteil Blickweiler. Annemarie Hautz sagt auch, dass der Vater und die Muttter völlig gerührt seien in Hinblick auf die große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, die man in dieser grandiosen Form nicht erwartet hätte.

Das Feuer, das die Familie an einem Samstag ereilte, war so heftig, dass am Ende Einsturzgefahr dasbestand. Wie die Feuerwehr berichtete, musste sogar ein Innenangriff gegen die Flammen abgebrochen werden, weil schon die Decken nachgegeben haben. Und genau das ist auch der Grund, warum bislang die Brandermittler ihrer Arbeit nicht nachkommen konnten. Wir haben darüber mit einer Pressesprecherin im Landespolizeipräsidium geredet.

Vor allem haben wir die Frage gestellt, ob es nicht möglich ist, per Drohne die Aufklärung voranzutreiben. Unsere Ansprechpartnerin erklärte, dass Drohnen mittlerweile sehr wohl eingesetzt werden, um die Brandursache zu ermitteln. Es sei dies ein unterstützendes Hilfsmittel, das Bildmaterial zu liefern in der Lage sei. Um aber zu hieb- und stichfesten Ergebnissen zu kommen, sei die Arbeit in einem solchen Haus unabdingbar. Echte Handarbeit von Spezialisten eben, und die ist im Moment aus den geschilderten Gründen nicht möglich.