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Trauer in Altheim: Heinrich „Heini“ Wolter ist tot

Trauer in Altheim : Trauer in Altheim: Heinrich „Heini“ Wolter ist tot

Ein Urgestein der Fasenacht starb am Rosenmontag (15. Februar). Altheim trauert um Heinrich „Heini“ Wolter. Der 92-jährige hinterlässt neben seinen fünf Kindern und ihren Familien, elf Enkel und neun Urenkel.

Seine Frau Marianne verstarb vor neun Jahren. Der gelernte Maler arbeitete beim Straßenbauamt in Blieskastel, dem heutigen Landesamt für Straßenwesen. Von 1968 bis 1974 gehörte er dem Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde Altheim. Danach war er bis 1982 stellvertretender Ortsvorsteher seines Heimatortes. Wolter war 1976 Mitbegründer des Heimat- und Kulturvereins und 22 Jahre dessen Vorsitzender. Er gab es 1988 an seinen Sohn Rudolf weiter und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Den Verein hat der Verstorbene durch sein Wirken und Schaffen in ganz besonderem Maße geprägt. Unter seiner Führung wurden viele kulturelle Projekte ins Leben gerufen und bereichern bis heute das Ortsgeschehen Altheims. Mit dem Einstieg in die Fastnacht 1976 und den über viele Jahre stattfindenden Kappensitzungen, die sich zu einem kulturellen Höhepunkt der Fassnacht im Bliesgau entwickelten, erfüllte sich für Heinrich Wolter ein besonderer Wunsch. Er war gleichzeitig Textschreiber, Organisator, Büttenredner, Sitzungspräsident. 1994 wurde auch erstmals eine erfolgreiche Kinderkappensitzung durchgeführt. Auch mehrere Hobbyaustellungen, die Gründung einer Theatergruppe und der heute noch existierende Altheimer Weihnachtsmarkt gingen mit auf seine Initiative zurück.

Die Förderung des Natur- und Umweltschutzes war für ihn oberstes Gebot. So führte er auch einige Jahre den Obst- und Gartenbauverein, setzte sich für den Vogelschutz ein und betreute 80 Nistkästen in Wald und Flur. Für seine Verdienste wurde er 2009 mit Urkunde und Verdienstmedaille des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Die Beisetzung findet an diesem Freitag, 19. Februar, auf dem Altheimer Friedhof im engsten Familienkreis statt.