Traditionstreffen der Fußballkämpen des SC Blieskastel/Lautzkirchen

SC Blieskastel : Alte Fußballkämpen erinnerten sich

Beim Traditionstreffen ehemaliger Spieler des SC Blieskastel/Lautzkirchen wurde gelacht und gesungen.

Es ist guter Brauch, dass sich einmal im Jahr die alten Fußballkämpen des SC Blieskastel/Lautzkirchen treffen. Jetzt stand im Sportheim die 36. Zusammenkunft an, wobei Waldemar Stolz mit 93 Jahren ältester Teilnehmer war, die gleichaltrigen Reinhold Kolb und Kurt Becker mussten kurzfristig absagen. Insgesamt waren 50 Männer der Einladung des Ehrenamtsbeauftragten Karlheinz Fuhrmann, zusammen mit Helmut Stopp, Kilian Kleinpeter und Organisator Horst Böffel gefolgt.

Besonders begrüßte Karlheinz Fuhrmann die SCB-Ehrenmitglieder Karl-Theo Schuler, Horst Böffel und Alfred Hauck. Die Gespräche drehten sich um die sportliche Vergangenheit. Es ist Jahrzehnte her, dass Partien des SC Blieskastel in der höchsten saarländischen Spielklasse die Fußballfreunde mobilisierten. Stempel, Heisel, Kleinpeter, Korn und Hauck sind bekannte Namen der Kaschtler Fußball-Historie, auch Waldemar Stoltz hat diese Zeit miterlebt. „Knapp zwei Jahrzehnte spielte ich ununterbrochen in der ersten Mannschaft, die in den 50er und 60er Jahren als Aushängeschild des Bliestals ständig der 1. oder 2. Amateurliga, der heutigen Saarland- und Verbandsliga angehörte“, erinnert sich Stolz im Gespräch mit unserer Zeitung. Für die Familie Hauck, die ebenfalls gekommen war, hätte es auf dem Kleinfeld zu einem eigenen Team gereicht, denn von den Brüdern Heinz, Max, Günter, Alfred, Werner und Adolf kickten vier ständig zusammen. Max Hauck erzählte uns eine Besonderheit. „Der Heinz spielte als einziger in zwei Meistermannschaften zusammen mit Erwin Strempel, nämlich 1947 und 1962.“ Strempel wurde beim 1. FC Saarbrücken Saarlands bester Keeper und kam zum Karriereende wieder zurück in die Barockstadt. „Für uns Haucks stand ein Vereinswechsel nie zur Debatte.“ Alfred spielte noch mit 55 bei den Senioren und Max, langjähriger Ortsvorsteher in Ballweiler, war dort lange Jahre Vorstand. „In Blieskastel hatten wir eine schöne Zeit, was haben wir nicht alles erlebt“, schmunzelt Max Hauck über erfolgreiche Jahre des Sportclubs. „Nach Theley, Hasborn und Völklingen fuhren wir in acht Lastwagen, geduscht wurde in Nebenzimmern von Gaststätten. Nur beim FC Sulzbach war es richtig komfortabel, dort zogen wir uns in der Grube um und durften gar ins Steiger-Bad.“

Auch in Blieskastel waren die Anfänge bescheiden. „Im Hinterhof von Bocks Maria Wirtschaft stand eine Waschbütte. Zuerst nach dem Spiel das Gesicht, dann waren die Füße dran“, lachen die Alten heute. Bis 1949 trugen die Blieskasteler ihre Spiele auf dem Platz auf der Agd aus, 1950 folgte der Umzug an die Florianstraße. „Wurst und Butterbrote waren unsere Prämien“, blickt Waldemar Stolz zurück. Erstmals beim Traditionstreffen dabei war als einer der Jüngeren Arno Wagner (65) aus Wiesbaden. „Er spielte von 1973 an zehn Jahre hier und hatte als Polizist, angelehnt an eine Fernsehserie, den Spitznamen Wanninger“, wusste Torwart Heiner Schößer noch. Wie sellemols nach den Spielen wurde beim Treffen in die Lieder von Walter Reinhard und Sebastian Kiefer eingestimmt. Für Stärkung sorgten Marianne Matheis- Kipper und Christel Klein zusammen mit Christine und Günter Steinmann.

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