Standesämter von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal werden ab 1. Juli zusammengelegt

Standesämter von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal werden ab 1. Juli zusammengelegt

Die Räte haben zugestimmt, die Kommunalaufsicht muss es noch tun, damit am 1. Juli eine neue Zeit der Zusammenarbeit beginnen kann: Dann gibt es nur noch ein Standesamt für Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal.

Die Standesämter von Blieskastel , Gersheim und Mandelbachtal werden zum 1. Juli dieses Jahres im Blieskasteler Rathaus zusammengelegt. Mit dieser Vereinbarung, mit der die Kommunen saarlandweit Vorreiter sind, sollen Kosten eingespart und Verwaltungsmitarbeiter für andere Aufgaben freigestellt werden. Nachdem Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und die Bürgermeister Alexander Rubeck aus Gersheim und Gerd Tussing aus Mandelbachtal (alle CDU ) bereits im April 2014 eine erste Vereinbarung über eine Zusammenarbeit in Sachen Standesamt getroffen hatten, wurde gestern im Blieskasteler Rathaus der Vertrag "über die Bildung eines einheitlichen Standesamtsbezirks und die Übertragung der Aufgaben des Standesamts" von den drei Verwaltungschefs offiziell unterzeichnet. Zuvor hatten der Stadtrat Blieskastel , der Gemeinderat Gersheim und zuletzt der Gemeinderat Mandelbachtal am vergangenen Mittwochabend der Vereinbarung einmütig zugestimmt. Wie die Verwaltungschefs bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens erklärten, würden alle drei Kommunen jährlich rund 45 000 Euro einsparen.

Für die Bürger werde sich wenig ändern, da auch weiterhin Trauungen in Gersheim und Mandelbachtal möglich seien und sich bisher bereits die meisten Paare in Blieskastel das Ja-Wort gaben. Wie Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener erläuterte, hätten im Jahr 2014 mit 31 Trauungen in Mandelbachtal, 23 in Gersheim und 150 in Blieskastel insgesamt 204 Eheschließungen stattgefunden. "Dies wird auch in Zukunft in allen drei beteiligten Kommunen gewährleistet werden. Positiver Effekt für die Heiratswilligen ist, dass im Einzelfall eine doppelte Standesamtsgebühr bei einer Eheschließung zukünftig entfällt, wenn beide Verlobte zum Beispiel in einer der drei Kommunen wohnen und in einer anderen heiraten wollen", so die Verwaltungschefin. "Jetzt muss die Kommunalaufsicht in St. Ingbert die Vereinbarung noch genehmigen und diese im Amtsblatt des Saarlandes öffentlich bekannt machen. Dann kann der neue einheitliche Standesamtsbezirk seine Arbeit ab 1. Juli dieses Jahres aufnehmen.", so Faber-Wegener.

Wie es gestern weiter hieß, nähmen zunächst einmal alle drei Standesämter noch bis einschließlich 30. Juni ihre Aufgaben wie gewohnt wahr. Das Standesamt Mandelbachtal ziehe am 29. Juni und das Standesamt Gersheim am 30. Juni nach Blieskastel um. Ab 1. Juli würden dann die Standesamtsgeschäfte im Blieskasteler Rathaus direkt am Paradeplatz (Rathaus I) wahrgenommen. Ab diesem Zeitpunkt erfolgten dann auch die Beurkundungen für die Sterbefälle und auch die - eher selten vorkommenden - Geburtsbeurkundungen in Blieskastel . Urkunden, die die Bürger künftig benötigen, seien dann in Blieskastel zu beantragen. Die beiden bisherigen Blieskasteler Standesbeamten würden auch für eine Übergangszeit von zunächst bis 31. Dezember dieses Jahres abwechselnd von den Standesamtskollegen aus Gersheim und Mandelbachtal unterstützt, die dann ebenfalls im Blieskasteler Rathaus zur Verfügung stehen werden.

Der neue Standesamtsbezirk umfasst die Gebiete der Stadt Blieskastel und der Gemeinden Gersheim und Mandelbachtal mit ihren insgesamt 34 Ortsteilen und einer Gesamtfläche von rund 223 Quadratkilometern. Er umfasst damit mehr als die Hälfte des gesamten Saarpfalz-Kreises. Insgesamt wohnen rund 38 500 Einwohner in diesem Bezirk, so die Verwaltungsstatistik.

Das neue Standesamt befindet sich im Erdgeschoss im Blieskasteler Rathaus I. Die Standesbeamten Gabi Mehnert und Lothar Bubel sind erreichbar unter Tel. (0 68 42) 926 11 26 und 926 11 30. E-Mail-Adresse: Standesamt @blieskastel.de.

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