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St. Martins-Aktion in Blieskastel für den guten Zweck

Von dieser Aktion profitieren Zirkustiere : Die blendende Idee von Pfarrer Hieronim

Außergewöhnliche Martins-Aktion in fünf Blieskasteler Stadtteilen zugunsten der Zirkustiere in Breitfurt.

„Ich steh‘ mit meiner Laterne und warte auf den heiligen Martin“ – so hieß es diesmal in der Großpfarrei Heiliger Franz von Assisi Blieskastel in den fünf Pfarrgemeinden für die Jüngsten. Denn aus den allseits bekannten Gründen musste das Leuchten der Lichter in den Martinsumzügen zwar ausfallen, doch Pfarrer Hieronim hatte, wie so oft schon, mal wieder eine blendende Idee. „Das Fest des heiligen Martin wollen wir in diesem Jahr in besonderer Weise begehen, denn Jesus sagt uns: Was Ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan. Genau dieses hat der heilige Martin getan. Er stillte das Bedürfnis des Bettlers, indem er seinen Mantel teilte. Später, im Traum, wurde ihm gesagt, dass er in diesem Bettler Christus gedient hat“, erklärte Pfarrer Hieronim.

Die Idee des engagierten Geistlichen richtete sich während der gesamten Woche des Festes von St. Martin auf die Aufmerksamkeit der Bedürfnisse und die Not der Nächsten, denn jeden Wochentag war Sankt Martin in den Straßen einer anderen Pfarrgemeinde unterwegs. Verstärkung kam vom Zirkus Althoff, der zurzeit in Breitfurt campiert. Hoch auf dem Pferd „Rondo“ gab Stefan Frank den heiligen Martin, den ein Knappe und ein Bettler begleiteten, ebenso von der Großpfarrei im Wechsel Pfarrer Hieronim, Kaplan Pater Mateusz Klosowski und Gemeindereferent Joachim Schindler.

Die Begleiter sammelten während des Ganges durch die Pfarrgemeinden Blieskastel, Ballweiler, Blickweiler, Biesingen und Aßweiler/Seelbach Spenden für die Winterfütterung der Zirkustiere in Breitfurt. „Damit dies möglich ist, gebührt dem Ordnungsamt der Stadt und den jeweiligen Ortsvorstehern ein dickes Lob für die Vorbereitung, ebenso den Familien mit ihren Kindern am Straßenrand“, freute sich Pfarrer Hieronim darüber, dass in seiner Pfarrei die Geschichte von St. Martin ein schönes Zeichen setzen konnte. „Unsere Laternen haben wir im Kindergarten gebastelt. Jetzt freuen wir uns auf St. Martin und seine Begleiter“, erzählten uns im Sittersweg in Blickweiler die Kinder Paul (3) und Emil Stopp (5) sowie Ida (3) und Leonie Götte (5). Ideengeber Pater Hieronim zog nach den fünf Tagen ein erfreuliches Fazit dieser außergewöhnlichen Martins- Premiere. „Insgesamt kamen 3600 Euro an Spenden für die Winterfütterung des Zirkus zusammen. Das weckt Lust auf weitere Aktionen zur Advents- und Weihnachtszeit. Lasst Euch überraschen“, blickte der 44-Jährige, der schon vieles auf den Weg gebracht hat, voraus.

Neu eingeführt von ihm, findet an Palmsonntag der Weg mit Esel und Palmzweigen gemeinsam mit den Kommunionkindern vom Paradeplatz hoch zur Schlosskirche großen Anklang, ebenso das Friedensgebet oder Gottesdienste im Freien an der von Monika Müller, Alice Herzog und Edith Rau gepflegten Lourdes-Grotte an der Blickweiler Kirche.